Am 12. August Sonnenfinsternis und Sternschnuppen
Jedes Jahr um den 12. August kreuzt die Erde auf ihrem Weg um die Sonne den Meteorstrom des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Der Komet hat schon sehr oft die Sonne umkreist, weshalb er eine große Staubspur im All hinterlassen hat. Aus diesem Grund ist der Meteorschauer der Perseiden besonders prächtig, mit besonders vielen Sternschnuppen und über einen ungewöhnlich langen Zeitraum verteilt. Wenn diese Staubteilchen in die Erdatmosphäre eindringen, verdampfen sie schlagartig. Die Luft wird dabei ionisiert, was als schweifartige Leuchterscheinung mit bloßem Auge sichtbar ist. Die Perseiden sind jährlich zwischen dem 17.7. und 24.8. zu beobachten und heißen so, da sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen.
Heuer sehr gute Beobachtungsbedingungen
Der abnehmende Mond ist aktuell nur mehr als schmale Sichel am Himmel zu sehen und geht erst spät auf. Außerdem ist am Mittwoch, dem 12.08., sogar Neumond. Pünktlich zum Höhepunkt des Meteorstroms ist der Mond also kein Störfaktor mehr. Zudem spielt auch das Wetter mit, in den kommenden Nächten machen sich meist nur wenige Wolken bemerkbar. Besonders in den südlichen Becken und inneralpin können aber am Abend und in der Nacht auf Donnerstag – zum Höhepunkt der Perseiden – auch Restwolken dabei sein. Die höchsten Raten werden in der Nacht vom 12. auf den 13. August erwartet, zwischen 22 und 4 Uhr sind dann zumindest theoretisch bis zu 100-150 Sternschnuppen in der Stunden zu sehen. Wie viele man tatsächlich sieht, ist aber von mehreren Faktoren abhängig. Die Lichtverschmutzung spielt dabei eine große Rolle.

2026 zusätzlich Sonnenfinsternis zum Sonnenuntergang
Heuer fällt der Höhepunkt der Perseiden in Österreich zudem mit einem weiteren, besonderen Naturschauspiel zusammen: Eine partielle Sonnenfinsternis! Am Abend des 12. August kurz nach 19:20 Uhr geht es landesweit los und zum Sonnenuntergang – also kurz nach 20 Uhr im Osten bzw. kurz nach 20:30 Uhr im Westen – ist die Sonne in Österreich zwischen 80% im Burgenland und 90% in Vorarlberg vom Mond bedeckt. Bitte beim Beobachten der Sonne – auch beim Untergang – unbedingt geeignete Sonnenfinsternis-Brillen (ISO 12312-2 zertifiziert) tragen. Partielle Sonnenfinsternis als astronomischer Aperitif, gefolgt vom Meteorstrom der Perseiden als Hauptspeise!
Raus aus der Stadt
Um die Perseiden in ihrer vollen Pracht zu sehen, braucht man einen dunklen Himmel ohne viel Lichtverschmutzung. Deshalb bieten die Großstädte oft nur mittelmäßige Beobachtungsmöglichkeiten mit etwa 5 Sternschnuppen pro Stunde, deutlich besser schaut es aber auf dem Land oder in den Bergen aus. Also nix wie raus aus der Stadt!