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Meteore und Feuerkugeln

Meteore und Feuerkugeln

Sternschnuppen, oder auch Meteore genannt, sind die sichtbare Leuchterscheinung beim Verglühen kosmischer Partikel in der Erdatmosphäre. Bekanntlich treten sie zu bestimmten Jahreszeiten gehäuft auf. So veranlassen etwa die Perseiden gegen Mitte August mehr Menschen als sonst, den Sternenhimmel zu beobachten. Noch lohnender sind allerdings die Geminiden im Dezember.

In diesen Tagen durchfliegt die Erde die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Der Komet hat schon sehr oft die Sonne umkreist, weshalb er eine große Staubspur im All hinterlassen hat. Wenn die Staubkörner auf unsere Lufthülle treffen, kommt es zu Sternschnuppen. Der Radiant liegt im Sternbild Perseus, daher tragen sie den Namen Perseiden.

Kein Sternschnuppenregen

Dabei haben die Perseiden noch nicht einmal die höchste Dichte an Meteoren im Jahresverlauf zu bieten. Schon seit Jahrzehnten weist der Meteorstrom der Geminiden Mitte Dezember etwa die doppelte Konzentration auf, das heißt mehr Sternschnuppen pro Zeiteinheit. Im günstigen Fall sind das dann auf den ganzen Himmel verteilt bis zu 100 pro Stunde. Der manchmal in Presseberichten erscheinende „Regen an Sternschnuppen“ ist das natürlich noch lange nicht.

© Sky & Telescope

Mehr Schnuppen, aber schlechtere Bedingungen

Um dann aber wirklich einige Meteore zu sehen zu bekommen, braucht es schon ein wenig Geduld. Wer nur im Stehen nach oben schaut, überblickt nur einen geringen Teil des Himmels und verharrt meist nicht lange in dieser eher unbequemen Haltung. Besser ist es, im Liegen zu beobachten, wofür sich natürlich die warme Jahreszeit anbietet. Und das ist ein Grund, warum zumindest in unseren Breiten doch viel mehr Personen im August Sternschnuppen gesehen haben als im Dezember. Zudem verdecken im Dezember in mindestens vier von fünf Nächten Wolken oder Hochnebel den Blick, während im August ungefähr jede zweite Nacht klar verläuft.

© Sky & Telescope / Gregg Dinderman

Der Größe nach sortiert

Rund um den 14. Dezember durchquert die Erde den dichtesten Teil einer interplanetaren Staubwolke, welche dem als Asteroid klassifizierter Himmelskörper namens Phaethon zugeordnet werden. Um diese Zeit kann man mit den erwähnten 100 oder de facto wenigstens einigen Dutzend Sternschnuppen pro Stunde rechnen. Bei abnehmendem Mond (etwa 70% sichtbar) sind die Bedingungen heuer zwar ebenfalls nicht ideal, aber auch die Nacht darauf vom 14. auf den 15. kann noch interessant werden. Dann sind zwar von der Zahl her schon deutlich weniger, dafür aber größere Objekte unterwegs, die auf die Erde treffen. Es besteht also eine erhöhte Chance auf helle Meteore, die sich mit den Bezeichnungen Feuerkugeln und Boliden schmücken dürfen. Genügend Wünsche wird ohnehin jeder haben…

Titelbild @ pixabay.com