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Bergwetter am Wochenende

Bergwetter am Wochenende

Am Freitag liegt der Alpenraum zwischen einem Tief über Nordosteuropa und einem umfangreichen Hoch über West- und Südeuropa, dabei weht im östlichen Bergland anfangs teils starker Wind. Am Wochenende gerät dann der gesamte Alpenraum unter Hochdruckeinfluss und die Temperaturen steigen deutlich an. Erst ab Sonntagnachmittag macht sich im westlichen Bergland eine aufziehende Störung bemerkbar.

Freitag, 24. September 2021

Am Freitag ziehen vom Kaiserwinkl über das Salzkammergut bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet zunächst Wolkenfelder durch, es bleibt aber trocken und im Tagesverlauf lockert es auf. Sonst scheint abseits lokaler Frühnebelfelder bereits verbreitet die Sonne, vom Arlberggebiet über den Alpenhauptkamm bis zu den Lavanttaler Alpen ist der Himmel oft sogar wolkenlos. Der Wind weht von den Niederen Tauern über den Hochschwab bis an den Alpenostrand anfangs kräftig mit stürmischen Böen aus Nordwest, sonst weht meist mäßiger Westwind. Ab dem Nachmittag lässt der Wind auch im östlichen Bergland langsam nach. Die Temperatur erreicht in 3.000 Meter Höhe 4 bis 6 Grad, in 2.000 m gibt es von Ost nach West 6 bis 13 Grad.

Prognose der Windböen am Freitagvormittag.

Samstag, 25. September 2021

Der Samstag hat Spätsommerwetter zu bieten. Lokale Frühnebelfelder etwa im Klagenfurter Becken, in der Mur-Mürz-Furche oder dem oberösterreichischen Seengebiet lichten sich rasch und verbreitet scheint die Sonne. Tagsüber zeigen sich höchstens ein paar harmlose Federwolken am Himmel. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlicher Richtung. Die Temperatur liegt tagsüber in 3.000 m Höhe zwischen 5 und 7 Grad, in 2.000 m gibt es 10 bis 16 Grad mit den höchsten Werten in der Silvretta und am Arlberg.

Prognose der Höchstwerte am Samstag (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Sonntag, 26. September 2021

Der Sonntag startet an der Alpennordseite überwiegend sonnig, südlich des Alpenhauptkamms sowie vom Grazer Bergland bis zum Wienerwald bzw. dem Waldviertel hält sich dagegen streckenweise Hochnebel. Dieser lockert am Vormittag aber auf und verbreitet kommt die Sonne zum Vorschein. Tagsüber ziehen von Vorarlberg und dem Allgäu bis zu den Hohen Tauern allmählich hochliegende Wolken auf und über den Bergen bilden sich ein paar Quellwolken, die im Laufe des Nachmittags von Vorarlberg bis Südtirol lokale gewittrige Schauer bringen. Am Abend greifen diese auch auf die Bayerischen Alpen und den Pinzgau über, sonst bleibt es freundlich und trocken. Der Wind frischt am Alpenhauptkamm lebhaft bis kräftig auf Süd auf, in den Nordalpen wird es leicht föhnig. Im östlichen Bergland weht mäßiger Süd- bis Südostwind. Die Temperatur erreicht in 3.000 m Höhe 4 bis 7 Grad, in 2.000 m gibt es 10 bis 17 Grad mit den höchsten Werten von den Kitzbüheler Alpen bis ins Gesäuse.

Bergwetter-Tipp:

Jetzt zu Beginn des kalendarischen Herbsts erreicht die Schneebedeckung auf den heimischen Gletschern oft ihr jährliches Minimum, sofern erste Kaltlufteinbrüche noch nicht den ersten nennenswerten Neuschnee der Saison gebracht haben. Aus diesem Grund sind derzeit vor allem in den Tauern und den Dolomiten Touren bis über 3.000 m hinaus fast ohne Schneekontakt möglich. Achten Sie auf den aperen Gletschern aber unbedingt auf freiliegende Spalten! Steigeisen, Pickel und Seil gehören daher zur Standardausstattung bei Touren auf dem ewigen Eis.

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