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Von Föhn bis Schnee: Die Wetterextreme im November 2018

Von Föhn bis Schnee: Die Wetterextreme im November 2018

Der November 2018 verlief an der Alpennordseite außerordentlich sonnig und mit einer Abweichung von rund 2,2 Grad deutlich wärmer als im langjährigen Mittel. Durch die Abwechslung aus Föhnlagen und Ostlagen gab es zudem im Westen des Landes nahezu keinen Niederschlag.

Der Oktober schließt nahtlos an die vorangegangenen Monate an, so war der März der letzte Monat mit einer negativen Abweichung zum Mittel. Landesweit fällt der zurückliegende Monat knapp 2,2 Grad zu warm aus. Die stärksten Abweichungen von teils über 3 Grad gab es im westlichen Bergland sowie teils auch in Kärnten. Hauptverantwortlich für einen abermals zu warmen Monat war in der ersten Monatshälfte rege Tiefdrucktätigkeit über Westeuropa, welche hierzulande zu einer anhaltenden föhnigen Südströmung geführt hat. Die höchste Temperatur wurde mit 23,8 Grad in der Stadt Salzburg verzeichnet. Mit Umstellung der Großwetterlage in der zweiten Monatshälfte gab es vermehrt Ostlagen, somit fallen die Temperaturabweichungen im Osten mit 1 bis 2 Grad geringer aus.

Trockenheit im Westen

Durch die Abwechslung von Süd- und Ostlagen gab es im Westen Österreichs außergewöhnlich wenig Niederschlag. Vor allem in Vorarlberg und Nordtirol wurden meist nur 5 bis 15 Prozent des Solls erreicht. Damit gab es im westlichen Bergland auch nahezu keinen Neuschnee. Vom Waldviertel über das Wiener Becken bis zum Grazer Becken liegen die Werte dagegen im Bereich oder teils sogar oberhalb des langjährigen Mittels, so gab es in Graz, St. Pölten, Eisenstadt und Wien durchschnittliche Niederschlagsmengen.

Sonne macht Überstunden

Die föhnige Wetterphase und die darauffolgende, teils trockene Ostströmung schlagen sich auch in der Sonnenscheinbilanz nieder. Mit 168 Sonnenstunden war der Hahnenkamm in Tirol der sonnigste Ort des Landes. Allgemein übertraf die Sonne von Vorarlberg bis zum westlichen Niederösterreich ihr Soll. In Bad Aussee und Bad Ischl schien die Sonne fast doppelt so lange, wie in einem durchschnittlichen November. Trüber als üblich war es dagegen von Osttirol über Kärnten bis zur Oststeiermark.

Novemberrückblick 2018
Novemberrückblick 2018. © UBIMET

Im Osten kaltes Ende

Mit dem Einsickern kalter Luftmassen aus Russland gab es besonders in der Osthälfte des Landes in der zweiten Monatshälfte zwei Kaltlufteinbrüche. In Zusammenhang mit Italientiefs gab es dabei auch im Flachland den ersten Schnee der Saison: Am 20. war vor allem Kärnten von teils kräftigem Schneefall betroffen, am 27. schneite es dann im östlichen Bergland kräftig.

In Mariazell wurde am 27. November mit 25 cm Schnee sogar die größte Schneedecke im November seit 2013 gemessen. Zudem gab es besonders in mittleren Höhenlagen, stellenweise aber auch im Flachland, die ersten Eistage der Saison. Am 29. November wurde bei windschwachen und klaren Verhältnissen im Nordosten stellenweise sogar die kälteste Novembernacht seit 2005 verzeichnet: Kältepol war Summerau im Mühlviertel mit -15,3 Grad.

Extremwerte November 2018

(Bewohnte Orte: Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen

  • 23,8 Grad Salzburg – Freisaal (S, 06.)
  • 23,4 Grad Waidhofen an der Ybbs (NÖ, 06.)
  • 23,3 Grad Bludenz (V, 12.)

Tiefste Temperaturen

  • -15,3 Grad Summerau (OÖ, 29.)
  • -12,6 Grad Puchberg am Schneeberg (NÖ, 29.)
  • -12,6 Grad Klausen-Leopoldsdorf (NÖ, 29.)

Nasseste/trockenste bewohnte Orte

  • 133 Liter pro Quadratmeter Kötschach-Mauthen (K)
  • 129 Liter pro Quadratmeter Bad Bleiberg (K)
  • 109 Liter pro Quadratmeter Dellach (K)
  • 4 Liter pro Quadratmeter Saalbach (S), Feldkirch (V), Hochzirl, Rinn, Strengen, St. Leonhard/Pitztal (T)
  • 3 Liter pro Quadratmeter Imst, Jenbach, Seefeld (T)
  • 2 Liter pro Quadratmeter Haiming, Landeck (T), Fraxern (V), Krimml (S)

Sonnigster bzw. trübster, bewohnter Ort

  • 140 Sonnenstunden, St. Veit im Pongau (S)
  • 14 Sonnenstunden, Bad Bleiberg (K)

Relativ sonnigster bzw. trübster Ort

  • 181 % Bad Ischl (OÖ)
  • 58 % Fresach (K)

Stärkste Windspitzen

Niederungen

  • 108 km/h Rottenmann (ST, 01.)
  • 97 km/h Bad Gastein (S, 01.)
  • 86 km/h Fischbach (ST, 27.) und Innsbruck (T, 01.)

Berge

  • 140 km/h Patscherkofel (T, 06.)
  • 130 km/h Rudolfshütte (S, 06.)
  • 119 km/h Brunnenkogel (T, 01.)

Maximale Schneehöhe Niederungen

  • 28 cm Bad Bleiberg (K, 20.)
  • 25 cm Mariazell (ST, 27.)
  • 20 cm Spital am Pyhrn (OÖ, 27.)

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