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Typische Bräuche zu Ostern

Typische Bräuche zu Ostern

Rund um Ostern gibt es zahlreiche, mehr oder weniger bekannte Bräuche. Doch woher stammen sie und was ist deren Bedeutung? Wir erklären die wichtigsten Gepflogenheiten und deren Ursprünge.

Karwoche: Eier färben

Das Färben von Eiern gehört zu Ostern wie das Christkind zu Weihnachten. Es ist einer der Bräuche, der eigentlich einen heidnischen Ursprung hat, aber von der christlichen Kirche übernommen wurde. Bemalte Ostereier wurden erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Der Brauch dürfte aus der Ukraine stammen. Damit gedachte man in vorchristlicher Zeit während der Frühlingsfeierlichkeiten der wärmenden Sonne.

Gründonnerstag: Spinat und Antlaßeier

Am Gründonnerstag sticht vor allem ein Brauch hervor: das traditionelle Spinatessen in Anlehnung an die Farbe Grün. In vielen Familien wird diese Tradition bis heute gelebt. Auf unserer Suche nach Bräuchen sind wir auch auf den recht alten Begriff der „Antlaßeier“ gestoßen. Jenes Ei, das eine Henne am Gründonnerstag als erstes legt, ist das ‚Antlaßei‘. Es wird vergraben, um so das Anwesen zu schützen. Allerdings kennen nur noch wenige diesen Brauch.

Karfreitag: Ratschen

Einem unwissenden Besucher kann es in vielen Orten Österreichs geschehen, dass er am Karfreitag oder Karsamstag zeitig in der Früh von einem lauten, „ratschenden“ Ge­räusch aus dem Bett gerissen wird. Beim Ratschen ziehen die Ministranten mit hölzernen, lärmenden Instrumenten, den Ratschen, durch die Straßen der Dörfer, um die Gläubigen mit unterschiedlichen Sprüchen an die Gebetszeiten zu erinnern. Die Ratschen gibt es in den verschiedensten Formen und Konstruktionen. Gemeinsam ist allen das rumpelnde und klappernde Geräusch, das sie erzeugen.

Karsamstag: Weih- und Osterfeuer

Weniger bekannt ist das Weihfeuertragen am Karsamstag. Bereits in den frühen Morgenstunden wird das Feuer geweiht und an Kinder in ihren Blechdosen ausgegeben und von Haus zu Haus getragen. Als Brennmaterial dienen zumeist Baumschwämme. Früher wurde in vielen Haushalten das Herdfeuer nur einmal im Jahr, am Karfreitag in Erinnerung an den Tod Jesu, gänzlich gelöscht. Das mit dem Weihfeuer neu entfachte Herdfeuer war daher ein besonders ausdrucksstarkes Symbol für die Auferstehung. Abends wird dann auf freiem Feld das Osterfeuer entfacht. Wie die Osterkerze ist es ein Symbol für die Wiederauferstehung von Jesus Christus.

Ostersonntag: Osterhase

Der Osterhase ist das bekannteste Symbol der Osterzeit. Jeder kennt den Osterhasen, und jeder freut sich auf ihn. Er bringt den Kindern am Ostersonntag nicht nur Ostereier, sondern auch jede Menge Süßigkeiten. Ursprünglich ein Symbol für die Fruchtbarkeit, hat sich der Brauch in der Moderne auch bei Nicht-Christen durchgesetzt. Der Hase taucht als Symbol bereits in der ägyptischen Mythologie auf. Die Vorstellung vom Hasen als österlichem „Eierbringer“ ist zum ersten Mal im 17. Jahrhundert belegt. In Byzanz soll er im Mittelalter sogar ein Zeichen für Christus gewesen sein.

Wir wünschen euch eine schöne Karwoche und viel Spaß mit den Osterbräuchen!

Ttielbild: Adobe Stock

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