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Die Geminiden: Sternschnuppen in der Vorweihnachtszeit

Die Geminiden: Sternschnuppen in der Vorweihnachtszeit

Jedes Jahr im Dezember kreuzt die Bahn der Erde jene des Asteroiden Phaethon. Kleine Partikel aus dessen Staubwolke dringen dabei in die Erdatmosphäre ein und verglühen hier, Sternschnuppen entstehen. Die Rede ist von den Geminiden, dem stärksten Meteorstrom des Jahres, welcher wiederum in den nun anstehenden Nächten sein Maximum erreicht. Doch wie schaut es mit den Wolken aus? Wird man überhaupt etwas sehen können?

Immer wieder kommt es im Jahresverlauf zu einer Häufung von Sternschnuppen durch Meteorströme, doch gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit haben sie einen besonderen Charme. Immerhin soll ein Wunsch dabei in Erfüllung gehen und davon dürfte es vor Weihnachten wohl so einige geben.

 

Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde

Bis Montag, den 17.12. sind die Geminiden am Himmel zu beobachten, die Nächte von Donnerstag auf Freitag und von Freitag auf Samstag stellen dabei den Höhepunkt dar. Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde sind laut Astro-Experten möglich und dies vor allem am östlichen Horizont im Sternbild Zwillinge, welches auf lateinisch ‚gemini‘ heißt und folglich dem Meteorstrom seinen Namen gegeben hat. Die beste Beobachtungszeit ist jeweils um Mitternacht gegeben, wenn der Mond als stärkster Störfaktor untergegangen ist. Daher schauen wir im Folgenden auf die Bewölkungsverhältnisse zu etwa dieser Zeit.

 

Wettermodelle zeigen viele tiefe Wolken

In den nachfolgenden Karten erkennt man in blau, braun und grün die prognostizierten Wolken in verschiedenen Höhen. Grundsätzlich kann man sagen: Je weniger Einfärbung, desto weniger Wolken und ergo desto höher die Wahrscheinlichkeit für die Sichtung von Sternschnuppen.

 

Bewölkung etwa zu Mitternacht von Donnerstag auf Freitag @ UBIMET
Bewölkung etwa zu Mitternacht von Donnerstag auf Freitag @ UBIMET

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag schaut es in Österreich vor allem im Westen von Vorarlberg bis nach Salzburg sowie in Teilen Oberösterreichs gut aus. Überall sonst halten sich tiefe Wolken, vor allem an der Alpensüdseite. Ein ähnliches Bild ergibt sich in der Schweiz, mit den besten Bedingungen im Mittelland und der Zentralschweiz. In Deutschland wird es wohl auch viele tiefe, hochnebelartige Wolken geben, die die Sicht auf dem Himmel versperren. Einen klaren Himmel darf man hier am ehesten im Südwesten erwarten, von der Eifel bis zur Rhön und nach Süden bis zum Rheingraben und zum Schwarzwald.

 

Bewölkung etwa zu Mitternacht von Freitag auf Samstag @ UBIMET
Bewölkung etwa zu Mitternacht von Freitag auf Samstag @ UBIMET

In der Nacht von Freitag auf Samstag nimmt der Luftdruck meist zu, die Wolken lockern etwas großflächiger auf. Zusätzlich zum Südwesten von Deutschland ergeben sich auch in der Mitte und teilweise im Norddeutschen Tiefland größere Wolkenlücken. In der Schweiz sind abgesehen von lokalen Nebel- und Hochnebelfelder generell gute Bedingungen zu erwarten. In Österreich ändert sich hingegen nicht viel: Der Westen dürfte wolkenfrei bleiben, östlich einer Linie Salzburg-Lienz aber bringt ein vorbei streifendes Tief komapkte Wolken und etwas Schnee.

 

 

Titelbild: Webcambild von der Turracher Höhe, wo am 29.11.2018 ein Meteorit aufgenommen werden konnte @ https://www.foto-webcam.eu/webcam/turrach-ost

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