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Bauernregel „Mairegen bringt Segen“

Bauernregel „Mairegen bringt Segen“

Über die Jahrhunderte haben sich im deutschsprachigen Raum viele Bauernregeln etabliert. Heute wollen wir uns aus aktuellem Anlass einer aus dem Monat Mai widmen.

Die alte Wetterregel „Mairegen bringt Segen“ beschreibt die Wichtigkeit ausreichender Regenmengen im späten Frühling für Natur und Landwirtschaft. Heutzutage wünschen sich viele Menschen möglichst immer Sonne und Wärme, aber längere Trockenheit kann trotz moderner Technik gravierende Folgen haben.

Steigender Wasserbedarf

Im Winter verdunstet nur wenig Wasser, somit sind auch im zeitigen Frühjahr die Böden durch Wasser aus Regen und Schnee meist feucht. Mit steigendem Sonnenstand kann jedoch täglich immer mehr Wasser verdunsten, das dann durch ausreichende Niederschläge nachgeliefert werden muss. Zudem beginnen die Pflanzen zu wachsen und bilden Blätter, über die weiteres Wasser verdunstet. Daher ist nun für gutes Pflanzenwachstum häufiger Regen besonders wichtig. Das widerspricht zwar dem Bild vom Wonnemonat Mai mit Sonnenschein und bestem Outdoor-Wetter, aber neben Landwirten wissen besonders Gartenbesitzer um die Wichtigkeit des Regens.

Feuchtes Klima

In Mitteleuropa herrscht in den meisten Jahren gutes Wachstums-Wetter, denn im Laufe des Frühlings nehmen die Regenmengen im Mittel deutlich zu, um im Sommer ihr Maximum zu erreichen. Damit wird die mit dem Sonnenstand ansteigende Verdunstung ausgeglichen, als Folge davon haben wir dichte grüne Wälder und intensive und ertragreiche landwirtschaftliche Nutzung. Allerdings kann es auch zu viel des Guten geben: Hin und wieder kommt es im Spätfrühling oder Frühsommer zu anhaltendem, starkem Regen und in weiterer Folge zu Hochwasser. Zuletzt war das Ende Mai / Anfang Juni 2013 der Fall.

Und 2019?

Schauen wir uns den diesjährigen Mai mal genauer an. Auch wenn dieser erst zu knapp zwei Dritteln vorbei ist, so kann man jetzt schon Aussagen zum Thema Mairegen treffen.

Stadt Regenmenge 01.-17.05.2019 Langjähriges Mittel des Gesamtmonats
Hamburg 24 l/m² 57 l/m²
Bremen 18 l/m² 54 l/m²
Berlin 13 l/m² 54 l/m²
Düsseldorf 29 l/m² 69 l/m²
Dresden 35 l/m² 63 l/m²
Hannover 22 l/m² 61 l/m²
Stuttgart 25 l/m² 83 l/m²
Frankfurt 42 l/m² 63 l/m²
Augsburg 27 l/m² 85 l/m²

Man sieht, zu den langjährigen Mittelwerten des Gesamtmonats haben wir jede Menge Platz, besonders im Norden war der Mai bislang zu trocken.

In den kommenden Tagen sorgen aber Schauer und Gewitter für lokal große Regenmengen. Das Wettermodell des Deutschen Wetterdienstes beispielsweise berechnet für das Allgäu teils mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter:

Vor allem im Süden und Südwesten große Regenmengen.
Vor allem im Süden und Südwesten große Regenmengen.

Quelle Titelbild: pixabay

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17. June
Aktualisiert vor ein paar Sekunden