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Bergwetter am Wochenende

Bergwetter am Wochenende

Der Alpenraum liegt am Wochenende unter Hochdruckeinfluss und das sehr milde Frühlingswetter setzt sich fort. Zu Ostern lässt der Hochdruckeinfluss zwar langsam nach, in der trockenen Luft bleibt die Schauerneigung aber vorerst gering. Am Ostermontag nähert sich aus Norden allerdings eine Kaltfront, welche Montagnacht für etwas Regen und zumindest vorübergehend auch für einen deutlichen Temperaturrückgang sorgt.

Freitag, 10. April 2020

Am Karfreitag halten sich vom Salzkammergut bis ins Rax-Schneeberg-Gebiet in der Früh ein paar Wolkenbänke, diese lockern aber rasch auf und verbreitet dominiert der Sonnenschein. Am Nachmittag entstehen generell lockere Quellwolken über den Bergen, es bleibt allerdings weitgehend trocken. Höchstens vereinzelt ist im östlichen Bergland sowie im Mühl- und Waldviertel ein kurzer Schauer nicht ganz ausgeschlossen. Der Wind weht schwach, im östlichen Bergland auch mäßig aus nördlicher Richtung. Die Temperaturen steigen in 3.000 m Höhe auf -3 bis 0 Grad, in 2.000 m legen die Höchstwerte zwischen 5 Grad am Alpenostrand und 9 Grad zwischen dem Arlberggebiet und den Dolomiten.

Samstag, 11. April 2020

Der Samstag startet vor allem vom Salzkammergut ostwärts mit ein paar Wolkenfeldern, bis zum Vormittag kommt allerdings überall die Sonne zum Vorschein. Ab Mittag bilden sich Quellwolken und die Schauerneigung steigt von den Lavanttaler Alpen über das Grazer Bergland bis zur Semmering-Wechsel-Region leicht an. Meist bleibt es aber auch hier trocken. Der Wind weht weiterhin schwach bis mäßig aus nördlicher Richtung. Die Temperaturen liegen in 3.000 m tagsüber bei -2 bis +1 Grad, in 2.000 m werden 5 bis 9 Grad gemessen.

Sonntag, 12. April 2020

Der Ostersonntag bringt wenig Änderungen und bei höchstens harmlosen Wolken scheint über weite Strecken die Sonne. Im Laufe des Nachmittags bilden sich wieder Quellwolken über den Bergen und besonders im östlichen Bergland sind lokale Schauer oder kurze Gewitter möglich. Meist geht der Tag aber trocken zu Ende. Der Wind frischt mäßig, in exponierten Lagen auch lebhaft aus Süd bis Südwest auf. Die Höchstwerte erreichen in 3000 m Höhe -3 bis 0 Grad und in 2.000 m maximal 6 bis 10 Grad.

Montag, 13. April 2020

Am Ostermontag ziehen an der Alpennordseite mehr Wolken als zuletzt durch und am Nachmittag entstehen in den Nordalpen erste Regenschauer. Am Abend gehen die Schauer schließlich in Regen über. Überwiegend sonnig geht es noch von den Dolomiten bis zur Semmering-Wechsel-Regionen durch den Tag, gegen Abend steigt die Schauer- und Gewitterneigung aber auch hier an. Der Wind weht lebhaft, im südlichen Bergland in Böen auch kräftig aus West bis Südwest. Die Temperaturen liegen in 3000 m bei maximal -4 bis -1 Grad, in 2000 m gibt es 5 bis 9 Grad.

Bergwetter-Tipp:

Der Kontrast zwischen den Tallagen und dem Hochgebirge ist in dieser Jahreszeit besonders markant: Während in tiefen Lagen alles blüht, gibt es in den Hochlagen noch eine teils mehrere Meter dicke Schneedecke. Skitourengeher können Hochtouren machen, aber auch Kletterer und Wanderer kommen in tieferen bzw. sonnenzugewandten Lagen auf ihre Kosten. An diesem Wochenende muss man allerdings besonders auf den Sonnenschutz achten, weil die Ozonkonzentration geringer als normal ist: Der außergewöhnlich stark ausgeprägte Polarwirbel mit sehr kalten Temperaturen in der arktischen Stratosphäre hat nämlich zur Entstehung eines seltenen Ozonlochs über der Arktis beigetragen. An dessen Rand erreicht auch in den mittleren Breiten an manchen Tagen ein größerer Anteil der gefährlichen UV-B-Strahlung den Boden. Diese kann man auf der Haut erst spüren, wenn es bereits zu spät ist. Genau am Osterwochenende berechnen die Modelle eine um etwa 25% geringere Ozonkonzentration als zu dieser Jahreszeit üblich über dem Alpenraum. Auf der blassen Haut besteht eine erhöhte Sonnenbrandgefahr!

Quelle Titelbild: Adobe Stock