Wetterlexikon

ÄQUATORIALE WESTWINDE

Entstehen durch eine Verlagerung der ITC vom Äquator in Richtung Nord oder Süd. Die ITC verlagert sich dem Sonnenhöchststand folgend im Nordsommer nordwärts, im Nordwinter liegt sie südlich des Äquators. Bodennah strömt in die ITC beiderseits Luft ein (Ansaugen; Konvergenz), in der Höhe strömt diese wieder aus (Divergenz). Aus der bodennahen Ausgleichsströmung resultiert durch die Corioliskraft der sog. Äquatoriale Westwind. Die ITC kann sich auch in zwei Teile aufspalten. Die Aufspaltung kann geschehen, wenn sich die ITC so weit vom Äquator entfernt, dass dort eine zweite (etwas weniger stark ausgeprägte) ITC entstehen muss. Dieses Phänomen tritt vor allem in der Gegend von Indien und China auf, weil die dort sehr große Landmasse die Haupt-ITC weit nach Norden zieht, da diese ja thermisch bedingt ist.