Schneemassen

In solchen Schneemassen könnte man glatt versinken Bild: Gary Blakeley; shutterstock

12.03.2017

Zahl der Woche: 170

In der zehnten Kalenderwoche lag der Alpenraum unter dem Einfluss einer westlichen bis nordwestlichen Höhenströmung. Darin eingelagert waren zahlreiche Fronten, welche in den Nordalpen wiederholt für Regen und Schneefall sorgten. Im Hochgebirge gab es ergiebige Neuschneemengen, was uns auch zu unserer Zahl der Woche 170 führt.

In der letzten Woche fiel im Bereich der Nordalpen wiederholt Regen und Schnee. Teilweise regnet es sogar in mittleren Höhenlagen kräftig, so stieg die Schneefallgrenze am Donnerstag teils auf über 1500 m an. Im Hochgebirge fiel aber stets Schnee, so kamen in Summe verbreitet beachtliche Neuschneemengen von einem halben bis zu einem Meter hinzu. In exponierten Staulagen gab es teils sogar noch größere Mengen. Auf der Zugspitze im Wettersteingebirge wurden beispielsweise am Montagmorgen 240 cm Schnee gemessen. Vier Tage später, am Freitag, wurden zur gleichen Zeit dagegen 410 cm gemeldet! Dies entspricht einem Schneezuwachs von 170 cm und ist auch unsere Zahl der Woche.

Schneehöhen seit dem 5.3
   Min.  Max.  Differenz
 Zugspitze, 2964 m (Tirol / Bayern)  240  410  170
 Galzig / St. Anton, 2081 m (Tirol)  180  255   75
 Langen / Blasegg, 1816 m (Vorarlberg)   70  174  104
 Säntis, 2502 m (Schweiz)  254  316   62
 Sonnblick, 3105 m (Salzburg)  236  321   85
 Rudolfshütte, 2304 m (Salzburg)  132  190   58
 Schmittenhöhe, 1973 m (Salzburg)   90  167   77
 Tamischbachturm, 1425 m (Steiermark)  139  205   66

 

Erhebliche Lawinengefahr

Die großen Niederschlagsmengen in Zusammenspiel mit dem wiederholt stürmisch auffrischendem Wind sorgen in den Nordalpen und am Alpenhauptkamm derzeit verbreitet für erhebliche Lawinengefahr. Dies entspricht der Lawinenwarnstufe 3 auf der 5-teiligen Skala.

Bergwetter Bild: Die frisch verschneiten Alpen am Samstag; www.foto-webcam.eu