Blitz

Ein kräftiger Blitzschlag in Frankreich. Bild: Henri Buffetaut Photographie

19.05.2017

Wie entstehen Blitz und Donner?

Schon seit jeher üben Gewitter eine große Faszination auf den Menschen aus. Aber wie entstehen eigentlich Blitz und Donner und inwieweit hängen sie miteinander zusammen?

Ladungstrennung

Gewitter bilden sich durch das rasche Aufsteigen von feucht-warmen Luftmassen. Die in der Gewitterwolke vorherrschenden Aufwinde transportieren dabei die Wolkenteilchen in große Höhen. Hierbei gelangen die ,,leichten'' Eiskristalle in die oberen Wolkenstockwerke, während die ,,schweren'' Wassertröpfchen (evtl. auch Hagel- und Graupelkörner) in den unteren Niveaus verharren.

Da sich die Eiskristalle durch Reibungsprozesse positiv und die Wassertröpfchen negativ aufladen, kommt es so im Inneren der Wolke zu einer Ladungstrennung. Im Laufe der Entwicklung des Gewitters wird der Ladungsunterschied so groß, dass sich dieser in Form eines Blitzes schlagartig entlädt. Der Spannungsausgleich erfolgt dabei entweder innerhalb der Wolke (Wolke-Wolke-Blitz) oder zwischen der Wolke und dem Erdboden (Wolke-Erde-Blitz).

Folgt auf Blitz immer Donner?

Während der Blitzentladung heizt sich die unmittelbare Umgebungsluft in nur Bruchteilen einer Sekunde enorm auf. Durch das damit einhergehende Ausdehnen der Luftmasse entsteht eine Druckwelle, die wir wiederum als Donnergeräusch hören.

Entfernung des Gewitters

Eigentlich entstehen Blitz und Donner immer gleichzeitig. Allerdings haben Licht und Schall eine unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeit und somit nehmen wir den Donner immer erst kurz nach dem Blitz wahr. Dieses Phänomen kann man sich nun wiederum zunutze machen, um die Entfernung des Gewitters abzuschätzen. Denn für jede Sekunde die zwischen Blitz und Donner vergeht, ergibt sich eine zusätzliche Distanz von 333 m.