Blitzeinschlag in einen Baum

Blitzeinschlag in einen Baum      Bild: www.shutterstock.com, Igor Zh.

06.08.2017

Wettermythen: Gewitter

Wer kennt sie nicht, die bekannte Volksweisheit "Eichen sollst Du weichen, Buchen sollst Du suchen"? Sie bezieht sich auf die Blitzschlaggefahr bei einem Gewitter und lässt vermuten, dass man unter Buchen sicherer ist als unter einer Eiche. Doch was ist wirklich an diesem Sprichwort dran?

Buchen sollst Du suchen?

Buchen kommen öfters in Gruppen vor, während Eichen häufig einzeln in der Landschaft stehen. Zudem ist die Buchenrinde glatt, wodurch der Blitz an der durchgehend feuchten Außenseite des Stammes besser in den Boden geleitet werden kann. Bei einer Eiche, deren Rinde tiefe Furchen aufweist, wird der Stamm nie zur Gänze nass und somit erscheint das Risiko höher, dass der Blitz, der oben in die Eiche eintritt, weiter unten vom Stamm her auf den schutzsuchenden Menschen überspringt. Außerdem lassen die langen Pfahlwurzeln der Eichen, die oft bis ins Grundwasser reichen, diese Bäume häufiger zu Blitzopfern werden als die Buchen mit dem flacheren Wurzelstock.

Was ist dran am Sprichwort?

Eines ist jedenfalls sicher: Auch Buchen werden von Blitzen getroffen! Baum ist Baum bei Gewitter - es gibt keine Unterschiede bei der Blitzgefahr. Blitze suchen sich immer den kürzesten, am besten leitenden Weg und das sind meist erhöhte Gegenstände wie Bergspitzen, Kirchtürme, Masten und eben auch Bäume.

Wirst du von einem Gewitter überrascht, gehst du am besten in die Hocke, legst die Arme eng an den Körper und ziehst den Kopf ein. Wichtig ist dabei, die Beine geschlossen zu halten, um Schrittspannung zu vermeiden.