Eisige Kaltluft

Richtige Bekleidung schützt vor Erfrierungen. Bild: Shutterstock/Olesia Babushkina

06.01.2017

Vorsicht, Kälte!

Ein Blick auf das Thermometer zeigt: Es ist eiskalt draußen. Auch wenn der frisch gefallene Schnee in die Berge lockt, die Gefahr von Erfrierungen darf man bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt auf keinen Fall unterschätzen.

In Nordeuropa haben zwei von drei Menschen schon Erfrierungen gehabt. Anders als bei der Unterkühlung sind bei Erfrierung einzelne Körperteile (vor allem Zehen, Finger, Nase und Ohren) betroffen. Eine Erfrierung bedeutet, dass Gewebe (zum Beispiel die obere Hautschicht) geschädigt ist. Man unterscheidet bei Erfrierungen drei Schweregrade:

1. Grad: Blässe, kalte Haut, vorübergehende, leichte Taubheit, Frostbeulen (bläulich-blasse Schwellungen). Im Warmen verstärkt sich die Durchblutung, die gerötete Haut kann jucken oder schmerzen.

2. Grad : Durch oberflächliche Zellzerstörung bilden sich Blasen, die Haut kann sich auch abschälen – manchmal erst nach Stunden. Im Warmen reagiert die Haut mit starken Schmerzen.

3. Grad: Durch Eiskristalle und verklumpende Blutzellen sterben auch tiefere Gewebeschichten ab (,,Nekrose", zum Beispiel im Zeh). Es entstehen Narben.

Frostbeulen und Erfrierungen vorbeugen

Mit ein paar einfachen Tipps kann man Frostbeulen und Erfrierungen vorbeugen:

- Tragen Sie Kleidung, die den Temperaturen angemessen ist. Achten Sie besonders auf eine warme Haube, warme Handschuhe und dicke Wollsocken, wenn Sie sich länger im Freien aufhalten.

- Wenn Sie an der frischen Luft Sport treiben, sollten Sie danach schnell wieder ins Warme gehen. Denn beim Schwitzen entsteht auf der Haut Verdunstungskälte.

- Schützen Sie Ihre Gesichtshaut mit einer dicken Schicht Fettcreme oder einer speziellen Kältecreme.