Tornado

Tornado über dem Meer (Symbolfoto). Bild: shutterstock

17.04.2017

Tornado in der Lagune von Venedig

Am Sonntagnachmittag hat die Kaltfront von Tief OTTO auch Norditalien erreicht. Die feuchten und labilen Luftmassen haben hier für kräftige Gewitter gesorgt, knapp westlich von Venedig wurde sogar ein Tornado beobachtet.

Im Vorfeld einer Kaltfront haben feuchte und labil geschichtete Luftmassen am Sonntagnachmittag und -abend zu kräftigen Gewittern im Nordosten Italiens geführt. Neben Starkregen und Hagelschlag gab es sogar einen Tornado, der die Stadt Venedig nur knapp verfehlt hat. Verantwortlich dafür war ein sogenanntes Superzellengewitter, welches westlich von Venedig über die Lagune hinweg gezogen ist. In der Nacht auf Montag gab es dann auch weiter südlich entlang der italienischen Adriaküste kräftige Gewitter.

 


Zutaten für Tornadoentstehung

Damit sich ein Superzellengewitter mit Tornado ausbilden kann, ist eine deutliche Zunahme der Windgeschwindigkeit sowie eine Änderung der Windrichtung mit der Höhe notwendig: Nur in solch einem Windfeld kann der Aufwindbereich der Gewitterwolke eine Rotationsbewegung entwickeln und das Gewitter sehr langlebig werden. Und genau unter diesem rotierenden Aufwind kann sich auch ein Tornado bilden, falls die Luft nicht zu trocken ist. In feuchter Luft liegt die Wolkenbasis tiefer und der Tornado verliert somit nicht so schnell den Bodenkontakt.

Blitzdaten Bild: Blitze von Sonntagnachmittag bis Sonntagnacht; nowcast / UBIMET