Sturm

BARBARA sorgt für stürmischen Wind. Bild: Shutterstock

27.12.2016

Tief BARBARA bringt Sturm

BARBARA ist ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet mit Zentrum derzeit über die Baltischen Staaten. Bis Mittwoch sorgt es in der Nordosthälfte Deutschlands und in Teilen Österreichs für stürmischen Wind. Wir halten euch auf dem Laufenden mit aktualisierten Messwerten sowie Updates über die Sturmgefahr.

Nach ANTJE kommt BARBARA

Orkantief ANTJE sorgte in den vergangenen Tagen für teils stürmischen Wind in Deutschland und Österreich. Diese Sturmlage war jedoch nur ein Vorgeschmack auf Orkantief BARBARA. In den vergangenen Stunden wurden bereits im Norden und Osten von Deutschland orkanartige Böen gemessen. Am Dienstag sind noch im Norden und Osten teils schwere Sturmböen möglich, erst in Richtung Dienstagabend beruhigt sich hier überall die Lage.

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Am Dienstag Österreich betroffen

In der vorherigen Nacht zog die Kaltfront auch in Österreich durch, hinter dieser legte der Wind im Alpenraum merklich zu. Somit sind am Dienstag tagsüber vom Grazer Bergland über den Alpenostrand bis zum Wiener Becken und dem Nordburgenland schwere Sturmböen von 90 bis 110 km/h zu erwarten. Auch in den Nordföhntälern von Osttirol und Kärnten sowie der Obersteiermark wird es neuerlich stürmisch. Im Gegensatz zu Deutschland bleibt es auch am Mittwoch in Österreich stürmisch, mit Drehung der Strömung auf Nord beschränkt sich der Sturm dann auf die Regionen der Alpensüdseite. Erst am Mittwochabend lässt auch hier der Wind nach.

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Update Dienstag, 11 Uhr

Wie erwartet hat sich der Sturm in Deutschland in einen Bereich von den Küstenregionen bis zum Erzgebirge zurückgezogen, hier bleibt es noch bis zum Abend stürmisch mit lokalen Sturmböen. Schwere Sturmböen sind jedoch selbst an den Küsten unwahrscheinlich.

Auch in Österreich ist das Sturmereignis in vollem Gange. Über Mittag sowie am Nachmittag legt der Wind noch etwas zu, somit sind besonders am Alpenostrand sowie im Wiener Becken schwere Sturmböen möglich. Die bisherigen Spitzenböen der letzten Stunden sind nachfolgend aufgelistet.

Bad Vöslau (NÖ) 98 km/h
Irdning/Gumpen (ST) 94 km/h
Mönichkirchen (NÖ) 86 km/h
Wien Innere Stadt 86 km/h

Update Dienstag, 03 Uhr

In Schleswig - Holstein und Niedersachsen wurden von mehreren Wetterstationen im Küstenbereich orkanartige Böen zwischen 120 und 130 km/h in den letzten Stunden gemessen!

Update Montag, 21 Uhr

Bis jetzt absoluter Spitzenwert im Tiefland ist die Hansestadt Hamburg mit 103 km/h im Zuge eine Gewitters! Medienberichten zufolge gibt es auch schon erste Meldungen durch umgestürzte Bäume, in der Stadt selber droht ein Gerüst umzufallen.

Update Montag, 17 Uhr

Am Montagnachmittag zogen in Norddeutschland mit Trogdurchgang einige Schauer und lokale Gewitter durch. Mit diesen frischte stellenweise auch stürmischer West- bis Nordwestwind auf. An der Messstation Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Spitzenwert von 96 km/h registriert. Auch in Faßberg, Niedersachsen, sorgte ein gewittriger Schauer für stürmisch auffrischenden Wind (94 km/h wurde hier gemessen). In den kommenden Stunden ziehen speziell von Schleswig-Holstein bis Brandenburg weitere gewittrige Schauer durch, die Hauptgefahr geht dabei weiterhin vom stürmischen Wind aus! Im Laufe der Nacht muss man generell in der Osthälfte Deutschlands stürmisch auffrischenden Nordwestwind einplanen!

Spitzenböen bis Dienstag, 04 Uhr

Deutschland:

        Ort / Station                           Böen in km/h    
   Nordholz (NI)      130
   Spiekeroog (NI)      125
   Hallig Hooge(S-H)      123
   Büsum (S-H)      121
   Brocken(S-A)      118