Mann mit kaputtem Schirm

Mann mit kaputtem Schirm     Bild: Jaromir Chalabala, Shutterstock

03.10.2017

Sturmtief über Norddeutschland

Ein Sturmtief sorgt am Donnerstag im Norden Deutschlands für Orkanböen. Österreich befindet sich ebenfalls im Einflussbereich des Tiefs, die Auswirkungen sind aber anders.

Sturmtief über Norddeutschland

Am Donnerstag überquert die Kaltfront eines Sturmtiefs Deutschland, das aus heutiger Sicht im Laufe des Tages über den Norden zieht. Bereits aus der Nacht heraus regnet es nördlich der Mittelgebirge teils länger anhaltend und kräftig. Spätestens am Abend erreicht das Niederschlagsgebiet auch Bayern und Baden Württemberg. Stellenweise können auch Gewitter dabei sein.

Orkanböen bis 120 km/h

Markant sind aber die Windgeschwindigkeiten: Von der Eifel bis zum Erzgebirge sind nach aktuellem Stand Westwindböen zwischen 100 und 120 km/h wahrscheinlich. Weniger stark weht der Wind an der Ostsee und südlich davon, trotzdem muss man auch hier mit Böen von 70 bis 90, vereinzelt 100 km/h rechnen. Problematisch ist die Lage, da viele Bäume noch belaubt sind und dadurch anfälliger für Windböen sind.

Hauch von Sommer in Österreich

In Österreich wird an der Vorderseite des Sturmtiefs warme Luft herangeführt. Mit leichter Föhnunterstützung sind in den Nordalpen und im Inntal stellenweise sogar 25 Grad möglich. Dazu scheint im ganzen Land die Sonne, morgendliche Nebelfelder lichten sich rasch, ein paar Wolken bleiben harmlos und stören tagsüber kaum. Mehr Wolken gibt es nur in Osttirol und Teilen Oberkärntens. 

Am Abend werden die Wolken von Bayern und Tschechien her aber rasch dichter und in weitere Folge breitet sich auch Regen aus. Damit frischt der West- bis Nordwestwind zum Teil stürmisch auf und die Temperaturen gehen zurück.