Stürmische See.

Stürmische See. Bild: Stefan Dinse / shutterstock.com

04.01.2017

Sturmflut an der Ostsee

Derzeit sorgt das Tief Axel, das sich bis Donnerstagabend von Nordostpolen allmählich Richtung Westrussland und Ukraine verlagert, in weiten Teilen Deutschlands und Österreichs für Ungemach in Form von Sturm und Schnee. Sogar Gewitter hat die dazugehörige Kaltfront mit im Gepäck. Für die Ostseeküste bahnt sich währenddessen die stärkste Sturmflut seit mehr als 10 Jahren an.

Nachdem zuletzt mit Nordwestwinden viel Wasser von der Nordsee in die Ostsee geführt wurde, ist derzeit der Wasserstand der Ostsee bereits ohnehin erhöht. Mit der Verlagerung von Sturmtief AXEL Richtung Südosten dreht der Wind über der See mehr auf Nord bis Nordost. Mit dem Wind wird das Wasser Richtung Küsten gedrückt, sodass die Pegel an den deutschen Ostseeküsten rasch steigen.

Schwerste Sturmflut seit Februar 2002 möglich

Während an der Nordsee häufiger Sturmfluten dieser Größenordnung auftreten, ist man solches an der Ostsee weniger gewöhnt. Vorhergesagt werden Pegel, die das Mittelwasser bis zu 1.5 Meter überschreiten. Damit sind in den flachen Küstenabschnitten verbreitet Überflutungen möglich. Ein Szenario dieser Art würde jedenfalls die stärkste Sturmflut seit Februar 2002 bedeuten.

Höhepunkt in der Nacht zum Donnerstag

Bereits jetzt wird ein Anstieg des Wassers registriert. Dieser Trend setzt sich fort, sodass der Höhepunkt der Sturmflut an den Küsten der deutschen Ostsee in der Nacht zum Donnerstag zu erwarten ist. Am Donnerstag tagsüber entspannt sich die Lage zumindest langsam. Dann lässt auch der stürmische Wind etwas nach.