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Sonnenbad ohne Reue, mit dem richtigen Lichtschutzfaktor Bild: Shutterstock / Rido

17.05.2017

Sonnenschutz: Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige?

Egal ob Sonnencreme, -öl oder -milch, auf allen Sonnenschutzprodukten wird der Lichtschutzfaktor angegeben. Abhängig von Hauttyp und Aufenthaltsdauer in der Sonne, ist er für die Wahl des richtigen Produktes entscheidend. Doch was genau bedeutet der Lichtschutzfaktor und welcher ist der richtige? Hier alles was du darüber wissen musst.

Viele richten sich bei der Wahl des Sonnenschutzes nach ihrem Gefühl, dabei kann die Schutzzeit anhand vom Lichtschutzfaktor recht genau berechnet werden. Zunächst muss man wissen, welcher Hauttyp man ist und welche Eigenschutzzeit die Haut besitzt. Denn der Lichtschutzfaktor (LSF, englisch: Sun Protection Factor, SPF) gibt an, wieviel länger man sich bei Verwendung eines Sonnenschutzproduktes in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, da es die Eigenschutzzeit vervielfacht. Diese unterscheidet sich je nach Hauttyp erheblich.

Hauttypen

Hauttyp 1: Wird immer rot und nie braun. Höchstes Sonnenbrandrisiko. Meist rotblondes Haar, helle Augen, sehr heller Teint, viele Sommersprossen. Eigenschutzzeit: 3 - 10 Minuten

Hauttyp 2: Wird oft rot und nur sehr langsam und wenig braun. Hohes Sonnenbrandrisiko. Meist blondes Haar, helle Augen, heller Teint, oft Sommersprossen. Eigenschutzzeit: 10-20 Minuten

Hauttyp 3: Wird selten rot und gut braun. Mäßiges Sonnenbrandrisiko. Meist dunkelblondes bis braunes Haar, mittlerer Teint, helle oder dunkle Augen, Eigenschutzzeit: 20 - 30 Minuten

Hauttyp 4: Bekommt fast nie einen Sonnenbrand und wird schnell (dunkel) braun. Meist dunkelbraunes oder schwarzes Haar, dunkler Teint, dunkle Augen, Eigenschutzzeit: ca. 45 Minuten

Schutzzeit berechnen

Die einfache Formel lautet: Eigenschutzzeit in Minuten x Lichtschutzfaktor = die maximal mögliche Zeit (in Minuten) pro Tag sich in der Sonne ohne Sonnenbrand aufzuhalten.

Wenn also die Eigenschutzzeit 15 Minuten beträgt und der Lichtschutzfaktor 20, so kann man sich 300 Minuten (15 x 20) pro Tag in der Sonne aufhalten ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Wichtig ist die Eigenschutzzeit korrekt zu ermitteln, denn ein sehr hellhäutiger Mensch mit Hauttyp I und einer Eigenschutzzeit von 3 Minuten kann sich mit Lichtschutzfaktor 20 Creme lediglich 60 Minuten in der Sonne aufhalten ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Weitere wichtige Tipps

  • UV-A Strahlung: Sonnenlicht, besteht zu 50 % aus Infrarot, 40 % sichtbares Licht, 10 % UV-Licht davon 9.5 % UV-A und 0.5 % UV-B. Der Lichtschutzfaktor sagt lediglich etwas über die Stärke des Schutzes gegen UV-B-Strahlung aus. Für die Haut ist jedoch auch UV-A Strahlung schädlich, daher sollte die Sonnencreme deiner Wahl einen zusätzlichen UV-A-Filter enthalten.
  • Strahlungsintensität: Je nach Ort ist die Strahlungsintensität unterschiedlich. Am Meer oder im Hochgebirge wirkt sie besonders intensiv.
  • Wolken und Schatten: Auch bei bedecktem Himmel oder unterm Sonnenschirm kann man einen Sonnenbrand bekommen. Deshalb immer eincremen.
  • Mittagspause: Verbringe die Zeit von 11 bis 15 Uhr, wenn die Sonne am intensivsten scheint, am besten im Schatten.
  • Dosierung: Geize nicht mit dem Sonnenschutzmittel. Hier gilt: Viel hilft viel. Und öfter mal nachcremen.
  • Nachcremen: Die Dauer des Schutzes pro Tag lässt sich durch mehrfaches Eincremen nicht verlängern, aber stabilisieren.
  • Schnelle Wirkung: Studien haben gezeigt, dass Lichtschutzmittel sofort nach dem Auftragen wirken. Sie müssen nicht lange einziehen.
  • Wasserfestigkeit: Creme dich nach dem Baden und Abtrocknen erneut ein. Auch wasserfeste Mittel büßen nach dem Kontakt mit Wasser an Schutzwirkung ein.
  • Babys und Kleinkinder: Im ersten Lebensjahr ist pralles Sonnenlicht tabu. Kinder unter drei Jahren dürfen nur kurz in die Sonne.
  • Textilien: Einen kompletten Schutz bietet auch Kleidung nicht. Besonders für Kinder und lange Aufenthalte in der Sonne sollte man den Kauf spezieller UV-Schutz-Textilien erwägen.
  • Medikamente: Manche Arzneimittel erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Beipackzettel, Arzt oder Apotheker können Auskunft geben.
  • Kosmetik: Verzichte beim Sonnenbaden auf Deos und Parfüms. Sie können langwierige Hautverfärbungen verursachen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim gesunden Sonnenbad!