Tauwetter

Tauwetter und kräftiger Regen sorgen im Frühjahr oftmals für zu viel Wasser Bild: Roman Mikhailiuk, Shutterstock

09.03.2017

Schneeschmelze und Regen

Mit der Ankunft einer Warmfront hat sich seit gestern eine nasse Wetterphase eingestellt, zudem sorgt milde Atlantikluft neben einer sehr hohen Schneefallgrenze für Tauwetter. Dadurch besteht die Gefahr eines Anstiegs von Flusspegeln und lokaler Überschwemmungen.

Große Regenmengen und Tauwetter

Bis Freitag erreicht uns noch eine weitere Warmfront, die reichlich Feuchtigkeit mit im Gepäck hat. Damit muss man besonders in den West- und Nordweststaulagen der Alpen große Regenmengen einplanen. Zeitgleich macht sich zunehmend milde Atlantikluft bemerkbar, die für eine steigende Schneefallgrenze bis in Mittelgebirgslagen sorgt. Damit wird der Niederschlag oft nicht als Schnee gebunden bzw. im konkreten Fall erst ab einer Höhe von ungefähr 1500 bis 1700 m. Eine Nullgradgrenze um 2000 m Seehöhe bringt zusätzlich Tauwetter und damit auch Schmelzwasser.

Was sind nun die Folgen?

Aufgrund dieser Tatsache ist mit einem Anstieg der Pegel zumindest kleinerer Flüsse zu rechnen. Mit Verzögerung werden aber auch beispielsweise größere Flüsse wie Lech, Inn oder Saalach reagieren. Das Erreichen der Hochwasserschwellen ist an den "großen" Flüssen aufgrund der derzeit noch niedrigen Wasserstände jedoch eher unwahrscheinlich. Da der Niederschlag dann aber aus jetziger Sicht allmählich wieder nachlässt, sollten auch die Pegel langsam sinken. Auf Feldern und Wiesen sind aber durchaus kleinräumige Überschwemmungen möglich.