Gewitter mit starkem Regen.

Gewitter mit starkem Regen. Bild: www.shutterstock.com, Sergey Zaykov

26.07.2016

Rückblick: Gewitter und Unwetter in Teilen Österreichs und Deutschlands

Auch der gestrige Montag stand ganz im Zeichen von teils kräftigen Gewittern in Österreich und Teilen Deutschlands. Da die Gewitter meist nur sehr langsam zogen, ging die Hauptgefahr einmal mehr von großen Regenmengen in kurzer Zeit aus. Aber auch Hagel war zumindest örtlich mit dabei, ganz lokal auch Sturmböen.

Stand 15:20 Uhr:
Gewitter ziehen jetzt aus Westen auch auf die südlichen Stadtteile von Hamburg zu. Starkregen und kleiner Hagel ist dabei möglich.

Zusammenfassung und Rückblick

In den Morgenstunden waren es nicht so sehr die kräftigen Gewitterzellen, sondern teils gewittriger Starkregen, etwa in Kärnten, aber auch in Oberbayern und Teilen Norditrols.  Am späten Vormittag entstanden dann im Berg- und Hügelland von Salzburg ostwärts verbreitet Schauer und Gewitter, am Nachmittag schließlich auch im Westen sowie einige Regionen in Deutschland.  Unter anderem wurden auch ein paar größere Städte direkt getroffen, wie z.B. etwa Salzburg, Graz und St. Pölten.

Örtlich wurde zwar auch von Hagel berichtet, die Hauptgefahr ging aber infolge der nur langsamen Verlagerung der Schauer- und Gewitterzellen wieder von Starkregen aus.

Der zeitweilige teils gewittrige Starkregen führte in Kombination mit zusätzlichen Gewittern zu teils beachtlichen Mengen und damit auch zu örtlicher Überflutungsgefahr. Im folgenden einige 24-stündige Regensummen:

Hohenpeissenberg (Bayern) 70 Liter, davon 52 in einer Stunde
St.Veit/Glan (Ktn)  58, davon 40 in einer Stunde und 21 in 10 Minuten !
Fresach (Ktn)  53
Pörtschach (Ktn)  51
Singen (BaWü) 49
Salzburg (S)  46, davon 25 in 10 Minuten !
St. Pölten (NÖ)  44
Pleiskirchen (Bayern) 40 in einer Stunde
Holzkirchen (Bayern) 39
Bad Gastein (S) 36
Feldkirch (V) 31

Zusätzlich erwähnenswert ist St. Veit an der Glan, hier wurden zusätzlich hefite Gewitterböen registriert mit bis zu 94 km/h

Nach Mitternacht sorgte im niederösterreichischen Alpenvorland  noch ein sich nur sehr langsam verlagerndes Gebiet mit gewittrigem Starkregen für Probleme. Stellenweise erreichten die Flüsse Pielach, Traisen und Perschling kurzzeitig Pegelstände, die HQ1 bis HQ5 entsprechen, der Sierningbach sogar über HQ5. 

Auch heute sind in Österreich und vor allem im Süden Deutschlands wieder langsam ziehende Gewitter  mit Starkregen samt Überflutungspotenzial zu erwarten.

 

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Stand 00:20 Uhr

 

Gewitter, die von der schwäbischen Alb ausgehend in die nordöstliche Schweiz und den Boodenseeraum ziehen, haben in den letzten 2 Stunden in Singen gut 41 Liter Regen pro Quadratmeter gebracht. Die Blitzaktivität hat hier aber bereits deutlich nachgelassen.

Stand 22:40 Uhr

In Niederösterreich ist eine weitere Gewitterzellle aufgeflammt. Sie befindet sich gerade südöstlich von St.Pölten, zieht südwärts und erreicht in Kürze Hainfeld. Mit dabei ein paar Blitze und örtlicher Starkregen.

Stand 21:20 Uhr

Nordwestlich von Berlin sind noch einige kräftige Gewitter aktiv. Ab Mitternacht ist auch in der Metropole mit Blitz und Donner zu rechnen.

Stand 20:30 Uhr

Ein weiteres Gewitter streift den Südosten von Hamburg, dabei sind Starkregen und stürmische Böen zu erwarten. Auch in Wien und Umgebung muss man in der nächsten Stunde mit Schauern oder einem kurzen Gewitter rechnen.

Stand 20:00 Uhr

Große Regenmengen gab es heute in Österreich besonders zwischen Salzburg, St. Pölten und Klagenfurt, punktuell über 50 Liter pro Quadratmeter in sehr kurzer Zeit.

Regenmengen am Nachmittag Bild: UBIMET

Stand 19:05 Uhr

In Österreich hat sich die Lage vorübergehend beruhigt, meist ziehen nur mehr kräftige Schauer durch. In Deutschland gehen besonders südlich der Donau sowie im Ostseeumfeld gerade noch kräftige Gewitter nieder.

Stand 18:10 Uhr

Der Gewitterschwerpunkt liegt momentan in Ober- und Niederbayern, aber auch im bisher trockenen und sonnigen Osten Österreichs ziehen aus Norden erste Schauer und Gewitter auf.

Stand 17:20 Uhr - Schwere Sturmböen

In St.Veit an der Glan in Kärnten geht gerade ein Unwetter nieder. Neben 20 Liter pro Quadratmeter in nur 10 Minuten, verursachte die massive Niederschlagsabkühlung auch eine schwere Sturmböe von 94 km/h. Sturmschäden sind zu befürchten!

Stand 16:50 Uhr - Video aus Norddeutschland

Auch im Norden von Deutschland gehen gerade kräftige Gewitter nieder, wie dieses Video zeigt:

Stand 16:45Uhr - Salzburg

In einer halben Stunde fielen knapp 39 Liter pro Quadratmeter auf die Mozartstadt herab, Gewitter nähern sich jetzt aus Norden auch München und Klagenfurt.

Stand 16:30 Uhr - Salzburg

Heftiges Gewitter gerade über der Stadt Salzburg, in nur 10 Minuten sind hier 25 Liter pro Quadratmeter gefallen!

Stand 16:20 Uhr - Hamburg

Südwestlich vom Flughafen Hamburg hat sich ein starkes beinahe ortsfestes Gewitter gebildet - Überflutungsgefahr! Auch von Salzburg bis Steyr ziehen einige starke Schauer- und Gewitterzellen durch, auch hier sind punktuell große Regenmengen zu erwarten.

Stand 15:40 Uhr - lokale Überflutungsgefahr

In Oberösterreich und in den angrenzenden bayerischen Regionen besteht momentan lokale Überflutungsgefahr. Zahlreiche Schauer und Gewitter ziehen hier mit nur langsamer Geschwindigkeit von Nord nach Süd, damit können lokal wieder große Regenmengen zusammenkommen. So wie in Pleiskirchen (Bayern) mit 40 Liter pro Quadratmeter in der letzten Stunde.

Stand 15:20 Uhr:

Gewitter ziehen jetzt aus Westen auch auf die südlichen Stadtteile von Hamburg zu. Starkregen und kleiner Hagel ist dabei möglich.

Aktuelles Satellitenbild von Mitteleuropa

Der aktuelle Gewitterschwerpunkt liegt momentan über Ostösterreich, der Slowakei und auch Ostkroatien, während sich die Vormittagsgewitter über Westungarn aufgelöst haben.

Wolken und Blitzverteilung um 14 Uhr über Mitteleuropa Bild: NOWCAST/UBIMET/EUMETSAT

Stand 14:30 Uhr:

In der letzten Stunde zog ein kräftiges Gewitter über die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten. Dabei fielen 27 Liter pro Quadratmeter und lokal wurde auch von kleinem Hagel berichtet.

Stand 12:45 Uhr:

Das war ein Volltreffer für Leibnitz: 33 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde sind dort vom Himmel geprasselt. Weitere Hotspots sind derzeit das Innviertel, der Donauraum Niederösterreichs und die Mur-Mürzfurche!

Stand 11:30 Uhr:

Jetzt geht es verbreitet im Berg- und Hügelland von Salzburg ostwärts los! Aber auch direkt über Graz hat sich vor kurzem ein kräftiges Gewitter gebildet, rechnet im ganzen Stadtgebiet mit heftigem Regen und kleinkörnigem Hagel.

Alle entsprechenden Gewitterwarnungen findet ihr wie immer hier: http://www.uwz.at/at/de/karte/gewitter

Stand 10:00 Uhr:

Derzeit haben wir es in Oberbayern und zunehmend in Nordtirol (nördlich des Inns) weniger mit Gewittern, als viel mehr mit intensiven Regenschauern zu tun. Dass diese auch ganz ohne Blitz und Donner zu enormen Mengen führen können, zeigt ein Blick auf die Niederschlagssummen der vergangenen 3 Stunden: Hohenpeißenberg 58 l/qm, Holzkirchen 35 l/qm und Kössen knapp 20 l/qm.

Ein riesiger Gewitterkomplex liegt momentan über dem Westen Ungarns, Teile des Burgenlands sind davon ebenfalls betroffen!

Die Wetterlage

Ganz Österreich und vor allem die Südhälfte Deutschlands befinden sich weiterhin unter schwachem Tiefdruckeinfluss, die Luft ist ziemlich feucht und oft auch drückend schwül. Von der kräftigen Julisonne wird diese feuchte Luft im Tagesverlauf förmlich aufgekocht, bei bis zu 30 Grad sind somit alle Zutaten für kräftige Gewitter gegeben. Und da momentan die Luftdruckgegensätze über Mitteleuropa nur sehr schwach ausgeprägt sind, weht auch in der Höhe nur wenig Wind. Das bedeutet: Wenn sich Gewitter bilden, ziehen diese nur sehr langsam.

Die betroffenen Regionen

Österreich: Wirklich ausschließen kann man heute kräftige Gewitter eigentlich nirgendwo. Als erstes geht es wie so oft im Bergland los, insbesondere in der Steiermark. Ab etwa Mittag breiten sich diese auch ins angrenzende Flachland aus, am längsten trocken bleibt es im Donauraum.

Deutschland: Hier stehen vor allem Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen im Fokus. Ab der Mittagszeit bilden sich in diesen Regionen immer mehr Gewitter. Weiter nördlich sind diese etwas seltener anzutreffen, betroffen ist ein breiter Streifen hinauf bis nach Hamburg und Schleswig-Holstein.