Gewitter

Gewitter Bild: Patrik Schewart

12.05.2017

Wo sind Gewitter am häufigsten?

In den nächsten Tagen wird man in ganz Österreich immer wieder Blitze und den daraus resultierenden Donner wahrnehmen können. Österreich ist überhaupt prädestiniert für Gewitter, da oft Mittelmeerluft zu uns strömt und diese im Zusammenspiel mit den Bergen und Hügeln eine gute Konstellation bilden.

Die richtige Luft und der passende Untergrund

Stellen wir uns einmal die Luft als eine Ansammlung von vielen kleinen Paketen vor. Um nun ein Gewitter zu bekommen muss eines dieser Pakete aufsteigen und eine gewisse Höhe erreichen. Ein solcher Aufstieg ist in feuchterer Luft - Mittelmeerluft zum Beispiel - einfacher, ansonsten endet dieser oft schon unter jener Höhe, bei der ein Gewitter entstehen würde. Auslöser für das Aufsteigen ist unter anderem ein Temperaturunterschied am Boden, hierbei sind die Hügel und Berge entscheidend. Durch die unterschiedlichen Einfallswinkel der Sonne zwischen Ebene und Hügel, ergibt sich eine nicht-einheitliche Erwärmung und ein Luftpaket steigt auf.

Viele Blitze im Süden und Südosten

Hotspots für Blitzeinschläge sind in Österreich vor allem die Nockberge, das Gurktal und das Grazer Bergland. Am seltensten sind diese vom Montafon bis zu den Stubaier Alpen. Auch Wien ist bei Gewittern nicht gerade "begünstigt" und das obwohl in der Semmering-Wechsel-Region überdurchschnittlich viele Blitzeinschläge registriert werden. Diese erreichen Wien aber nur selten. Generell schneidet Österreich im Europavergleich nicht "schlecht" ab. In der Balkanregion und in Südosteuropa blitzt es ungefähr gleich oft. Spitzenreiter ist die Poebene und die angrenzenden italienischen Alpen.