30 Grad = Hitzetag

Hitzetag Bild: Stephen Rees, shutterstock

19.05.2016

Wann fallen die 30 Grad?

Wenn die Temperaturen über die 30-Grad-Marke steigen, spricht der Meteorologe von einem Hitze- oder Tropentag. Für viele ist es einfach das untrügliche Zeichen, dass der Sommer endlich da ist. Doch wann fallen in Österreich im Durchschnitt die 30 Grad zum ersten Mal und hat die Erderwärmung auch darauf Einfluss?

Bereits im April möglich

30 Grad im Frühjahr sind eine Seltenheit, doch bereits ab Mitte April möglich. In allen Bundesländern mit Ausnahme von Kärnten wurden die frühesten 30-Grad-Tage im April verzeichnet. Dabei hat die Stadt Salzburg die Nase vorne, hier wurden schon am 17. April 1934 30,0 Grad gemessen und damit hält die Mozartstadt schon seit über 80 Jahren den Österreich-Rekord.

Meist erst im Juni

Der Zeitpunkt des ersten Hitzetages liegt allerdings im langjährigen Durchschnitt je nach Region erst zwischen Anfang und Mitte Juni. Dabei machte sich in den letzten Jahren die Klimaerwärmung deutlich bemerkbar. In der Stadt Salzburg zum Beispiel gab es den ersten 30er in den 1990er Jahren im Mittel am 12. Juni, im letzten Jahrzehnt hingegen schon durchschnittlich am 1. Juni.

Seehöhe wichtiger Faktor

Aufgrund der Seehöhe sind Hitzetage oberhalb von etwa 800 Meter auch im Hochsommer eine Seltenheit und können an einer Hand abgezählt werden. Bei extremen Hitzewellen kann die Temperatur aber sogar noch in 1.500 Meter Höhe über die 30 Grad steigen. So liegt der Temperaturrekord in Galtür (T, 1587 m) bei 31 Grad (gemessen am 6. Juli 1957) oder in Flattnitz (K, 1442 m) bei genau 30 Grad (27. Juli 1983).

Heuer am Sonntag erster 30er?

2016 wird es voraussichtlich am kommenden Sonntag, 22.5. so weit sein. Mit Südföhn sind vor allem die Regionen zwischen dem Tiroler Unterland und dem Mostviertel heiße Kandidaten für den ersten Hitzetag des Jahres.