Am meisten Sonne gab es im März in Osttirol.

Am meisten Sonne gab es im März in Osttirol. Bild: http://www.foto-webcam.eu/webcam/stveit/

31.03.2017

Wärmster März aller Zeiten

Der März 2017 geht mit einer Abweichung von rund 3,5 Grad als wärmster März in die 250-jährigen Messgeschichte ein. Den bislang wärmsten März aller Zeiten gab es 1994, damals lagen die Temperaturen 3,4 Grad über dem Mittel. Der Monat brachte zudem sehr unterschiedliche Niederschlagsverhältnisse, eine sehr nasse Alpennordseite steht einem extrem trockenen Südosten gegenüber.

Überall zu warm

Der März brachte am Ende häufig Temperaturen wie sonst erst Ende April oder Anfang Mai. Das spiegelt sich auch in der Anzahl der Tage mit Höchstwerten über 20 Grad wider: In Lienz und in St. Andrä/Lavanttal (Kärnten) knackten die Temperaturen an zehn Tagen die 20-Grad-Marke, üblich ist dort gerade einmal ein Tag. Frost gab es in den Tälern speziell in der ersten Monatshälfte verbreitet, in der zweiten Monatshälfte dann nur noch sporadisch. Komplett frostfrei blieb es in der Wiener Innenstadt und rund um den Neusiedler See. Die höchste Temperatur wurde zuweilen am 31. mit 26,1 Grad in Bischofshofen in Salzburg gemessen.

Nasse Nordalpen, trockener Südosten

Die Niederschlagsverhältnisse konnten im März kaum unterschiedlicher sein: In Warth am Arlberg kamen 235, in Kössen 234 Liter Regen und Schnee pro Quadratmeter zusammen. Südlich des Alpenhauptkamms, vom Lienzer Becken über Kärnten, die Steiermark südlich der Niederen Tauern und des Hochschwabs bis ins Süd- und Mittelburgenland fielen hingegen oft nur 10 bis 50 Prozent der durchschnittlichen Monatsmengen. In der Weststeiermark blieb es zum Teil sogar fast gänzlich trocken, in Deutschlandsberg etwa kam gerade einmal ein Liter pro Quadratmeter zusammen. Um 30 bis 40 Prozent trockener als im Durchschnitt war es aber auch entlang der Donau sowie vom Weinviertel über das Wiener Becken bis ins Nordburgenland. Entlang und nördlich der Alpen entsprechen die Mengen meist dem Durchschnitt, stellenweise war es aber sogar bis zu 40 Prozent zu nass, etwa im südlichen Montafon oder im Bereich der Niederen Tauern.