Frost auf Blättern

Frost auf Blättern. Bild: vieleineinerhuelle, pixabay

20.04.2017

Verbreitet frostig

Das Schneetief ist zwar mittlerweile am Weg nach Südosteuropa, der Winter gibt sich aber noch nicht geschlagen. Denn im Einflussbereich eines Hochs über West- und Mitteleuropa wird der in dieser Jahreszeit gefürchtete Frost Donnerstagnacht vielerorts Realität.

Nach dem Schnee kommt der Frost

Zum Leidwesen der Landwirte und vieler Hobbygärtnern stellen sich in weiten Teilen des Landes in der Nacht auf Freitag frostige Bedingungen ein. Zum Teil rasseln die Temperaturen in manchen Alpentälern bei wenig Wind und sternenklaren Bedingungen unter -10 Grad. Wer nach den Sommertemperaturen Ende März und Anfang April geglaubt hat, dass sich der Winter erst nach dem nächsten Herbst wieder blicken lässt, hat sich gewaltig getäuscht. Ungewöhnlich sind Kaltlufteinbrüche im April zwar keineswegs, aber das Schneefallereignis zur Wochenmitte im Norden und Osten des Landes war dann doch ein äußerst seltenes. Auf die rekordverdächtigen Schneemengen binnen eines Tages könnten durchaus auch Rekordtiefstwerte in der kommenden Nacht folgen.

Strenger Frost in höheren Tallagen

Unter Zwischenhocheinfluss stellen sich nachts oft sternenklare Bedingungen ein, zudem lässt der Nordwest- bis Nordwind sukzessive nach. Damit sinken die Temperaturen in der kommenden Nacht landesweit auf +2 bis -12 Grad. Während bei mäßigem bis lebhaftem Nordwestwind von der Wiener Innenstadt und dem Marchfeld bis zum Seewinkel die Temperaturen teils noch knapp über dem Gefrierpunkt bleiben, muss man in den Bundesländern Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich und in der Steiermark definitiv mit Frost rechnen. In höheren Alpentälern ist lokal sogar strenger Frost möglich, das heißt Werte zwischen -10 und -15 Grad. Damit könnte es die kälteste Nacht werden , die es je in der zweiten Aprilhälfte gab, lokal sind auch neue Negativrekorde für den ersten Frühlingsmonat möglich.