Ein Blitz in der Dämmerung

Ein Blitz in der Dämmerung     Bild: Mark Atkins, Shutterstock

10.08.2017

Unwetter im Süden und Osten

Im Vorfeld eines Luftmassenwechsels strömt weiter energiereiche Luft in den Alpenraum. Während im Westen bereits die kühlere Luft angekommen ist, ist und bleibt es in der Osthälfte des Landes gewitteranfällig. Bereits gestern kam es in Kärnten zu Unwettern.

+++ Update 17:40 +++

Die Gewitterneigung steigt jetzt von Süden her schon wieder: im Laufe des Abends und in der Folgenacht muss man in der Osthälfte erneut mit Unwetter rechnen. Ein aus Italien kommender Gewitterkomplex hat Kärnten erreicht und unser Blitznetz hat bereits zahlreiche Blitzschläge geortet (stand 10.08.2017 um 17:40 Uhr):

Blitzschläge am 10.08.2017 um 17:40 Uhr Bild: UBIMET, Nowcast

 

+++ Update 16:00 +++

Eine schwere Gewitterlinie hat sich vom Südburgenland bis nach Wien gebildet. Großer Hagel, schwere Sturmböen und Starkregen sind im äußersten Osten und Südosten in den kommenden Stunden zu erwarten.

Hier das Radarbild um 15:45 Uhr:

Radar am 20170810 um 1545 Bild: UBIMET, Austrocontrol

Gewittrige Nacht

Heftige Gewitter mit Sturmböen, Starkregen und Hagel haben in der Nacht auf Donnerstag schwere Schäden in Kärnten angerichtet, besonders schlimm erwischte es die Bezirke Feldkirchen und St.Veit an der Glan.

In Feldkirchen deckte eine Sturmböe ein Einfamilienhaus ab. In St.Veit an der Glan, Althofen und im Gurktal wurden Straßen überflutet und Keller liefen voll, außerdem stürzten zahlreiche Bäume um. Die Goggausee-Landesstraße wurde auf Höhe Rennweg vermurt. In St.Veit kam es zudem zu einem Stromausfall. Kurzzeitig waren 10.000 Haushalte ohne Strom.

Weitere Unwetter zu erwarten

Östlich einer Linie Lienz-Salzburg ziehen den ganzen Tag immer wieder Regenschauer und Gewitter durch, auch in Tirol kann eines dabei sein. Zeitweise kommt in diesen Regionen zwar die Sonne zum Vorschein, die Gewittergefahr bleibt aber hoch. In der Nacht sind ebenfalls weitere Unwetter zu erwarten, an der räumlichen Aufteilung ändert sich im Vergleich zum Nachmittag kaum etwas, außer das vermehrt auch der äußerte Osten betroffen ist.