Marillenblüte

Marillenbäume in der  Wachau. Bild: M. Beisenherz, UBIMET

24.03.2017

Marillenblüte in der Wachau

Neben dem Wein ist die Wachau vor allem für ihre Marillen berühmt. Die Erntezeit fällt in den Juli, aber vorher müssen sie blühen - und das werden sie kommende Woche prächtig. Damit ist die Landschaft zwischen Wald- und Mostviertel mehr noch als sonst ein beliebtes Ausflugsziel.

Lange vor den Blättern

Die Marillenbäume in der Wachau stehen also demnächst in Vollblüte, bis Mitte April hinein wird sich die Blütenpracht dann halten. Später sind dann höchstens noch einzelne Blüten an den wieder fast winterlich kahl erscheinenden Bäumen zu sehen, das Laub erscheint erst ein bis zwei Wochen darauf. Wer die Blüte verpasst, könnte also fast glauben, die Blütezeit stehe erst bevor.

Bisher sieht es gut aus

Infolge der frühen Blütezeit besteht bei den Marillen immer besonders die Sorge vor Nachtfrösten. Heuer sieht es in dieser Hinsicht zunächst günstig aus, auch die kommenden Tage bringen frühlingshaftes und teils sonniges Wetter. Damit sind auch viele Bienen unterwegs, die die Blüten bestäuben, die Imker haben Hochsaison. Heikel wird es erst zu Beginn der kommenden Woche, da wird es mit dem Nachtfrost vorübergehend knapp. Erste geöffnete Blüten könnten dann Schaden nehmen. Schon zur Wochenmitte ist diese Gefahr aber wieder vorbei und danach sieht es generell gut aus, zumindest so weit wie die Wetterkarten reichen. Wenn wir auf vergangenes Jahr zurückblicken, dann wissen wir aber, dass selbst Ende April der Frost noch die bereits kleinen Marillenfrüchte zerstören kann.
Abgesehen von der Kälte ist dann vor allem noch das Wetter im Juni wichtig: Eine ausgeprägte Schafskälte mit Dauerregen ist natürlich schlecht für die Reife, andererseits kann auch eine ausgeprägte Trockenheit wie vor drei Jahren die Ernte schmälern und verzögern.