Viel trinken in der Sommerhitze

Hitze macht durstig. Bild: Shutterstock/A. and. I. Kruk

19.06.2017

Hitzehotspot Ostösterreich

Gerade im Sommer weist der Osten Österreichs oft die höchsten Temperaturen auf. Dies belegen auch die letzten Jahre, in denen jeweils das östliche Flachland die meisten Hitzetage verzeichnet hat. Auch der Österreichrekord vom 8. August 2013 mit 40,5 °C wurde in Bad Deutsch-Altenburg, also im Osten Niederösterreichs gemessen. Aber warum ist das so?

Kontinentaler Einfluss

Österreich unterteilt sich in unterschiedliche Klimabereiche. Während der Westen und Norden noch eher vom Atlantik beeinflusst werden und die Alpensüdseite die Nähe zum Mittelmeer zu spüren bekommt, macht sich im Nordosten pannonisches Kontinentalklima bemerkbar. Dies zeichnet sich durch heiße, trockene Sommer und kalte Winter aus.

"Frontenfriedhof" Ostösterreich

Grundsätzlich liegen wir im Bereich der Westwindzone, das heißt, dass sich Frontensysteme im Mittel von West nach Ost verlagern. Die Atlantikfronten verlieren dabei auf ihrem Weg über den Kontinent an Intensität und regnen sich aus. Das Absinken der Luft auf der windabgewandten Seite der Böhmischen Masse im Waldviertel trocknet die Niederschläge dann zusätzlich aus, somit erreichen die Fronten den Nordosten Österreichs oft nur noch in sehr abgeschwächter Form und bringen häufig kaum oder nur noch wenig Niederschlag. Daher fällt auch die Abkühlung durch Frontensysteme meist weniger stark aus.

Geringe Seehöhe

Neben den klimatischen Bedingungen kommt hinzu, dass sich im östlichen Flachland die tiefstgelegenen Regionen des Landes befinden. Auch dies ist natürlich ein Faktor, der Wärme begünstigt. An trockenen Sommertagen nimmt nämlich die Lufttemperatur pro 100 Meter Höhenunterschied allein schon aus physikalischen Gründen um etwa ein Grad Celsius ab. Dies ist also ein weiterer Aspekt, der die Hitze im östlichen Flachland begünstigt.