Die Gletscher schmelzen dahin

Die Gletscher schmelzen dahin      Bild: shutterstock, Laura PI

16.07.2017

Ein schlechtes Jahr für die Gletscher

Der Sommer 2017 ist bisher rekordverdächtig warm verlaufen. Ob dies gut oder schlecht ist, soll jeder für sich selbst entscheiden. Eines ist jedenfalls Fakt: Die Gletscher leiden!

Nahe am Rekord

Als Sommer der Superlative gelten im Allgemeinen jene der Jahre 2003 und 2015, aber auch der diesjährige kann sich mit diesen messen. Es ist zwar erst Halbzeit, doch die Prognosen zeigen für die nächsten Tage bereits eine weitere Hitzewelle. Die NOAA-Langfristprognosen gehen zwar von einem durchschnittlich temperierten August aus, doch da solche Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, wird man erst Ende August eine Bilanz ziehen können.

Besonders schlimm trifft es neben der heimischen Gletscher natürlich auch die Landwirtschaft, da hohe Temperaturen zumeist mit Trockenheit einhergehen. Die hohen Temperaturen treiben die Schneeschmelze im Hochgebirge sehr stark voran. So liegen am Sonnblick in etwa 3000 m Seehöhe aktuell nur noch etwa 160 cm Schnee. Zum Vergleich: Das Mittel der Jahre 1981 bis 2010 liegt bei 285 cm. Ein trauriger Trend, besonders auch in Hinblick auf die kostbaren Wasserreserven der Alpen.

Um zu verdeutlichen wir schlimm die Ausaperung der heimischen Kryosphäre voranschreitet, haben wir zwei Vergleichsbilder des Aletschgletscher, dem größten der Alpen, gegenübergestellt:

Aletschgletscher 2016:

Aletschgletscher 2016 Bild: www.foto-webcam.eu

Aletschgletscher 2017:

Aletschgletscher 2017 Bild: www.foto-webcam.eu