Blitzeinschlag in der Simmeringer Haide um 2:20 am 11. August

Blitzeinschlag in der Simmeringer Haide um 2:20 am 11. August    Bild: https://www.foto-webcam.eu/webcam/wien/2017/08/11/0220

11.08.2017

Bilanz der Unwetter von Donnerstag

Vor allem östlich von Salzburg gab es am Donnerstag ein regelrechtes Blitzfeuerwerk. Auf diese Regionen entfiel ein Großteil der über 100.000 Blitze. Dazu gab es stellenweise Orkanböen, besonders betroffen war das Burgenland.

Zahlreiche Gewitter

Am Donnerstag wurden insgesamt exakt 119.385 Blitzentladungen registriert, die meisten mit 45.462 in Niederösterreich, gefolgt von 39.265 in der Steiermark und 13.522 in Kärnten. Ein Großteil der Blitze entfiel auf einen riesigen Gewitterkomplex, welcher sich bereits nahe Korsika gebildet hatte. Dieser zog in weiterer Folge über das italienische Festland und die nördliche Adria und Slowenien bis in den Osten von Österreich.

Unterhalb eine Karte der Blitze in Österreich:

Die gesamten Blitze von Donnerstag     Bild: Die gesamten Blitze von Donnerstag, Quelle: UBIMET, Nowcast

Während der Gewitter gab es im Osten zum Teil Orkanböen. Besonders betroffen war das Burgenland, wo verbreitet Windspitzen von mehr als 110 km/h gemessen wurden. Die stärkste Böe gab es in Neusiedl am See mit 130 km/h, aber auch in Eisenstadt wurden bis zu 115 km/h gemessen. Schwere Sturmböen mit Spitzen von bis zu 100 km/h gab es aber auch vom südlichen Wiener Becken über Wien bis ins Weinviertel. Aber auch im steirischen Irdning wurden 101 km/h gemessen. Der Wind hat teils massive Schäden hinterlassen, zahlreiche Bäume stürzten um und Dächer wurden abgedeckt.

Auf der Abbildung darunter sind die maximalen Böen eingezeichnet. Gut zu erkennen ist ist die Zugbahn des zuvor erwähnten Gewitterkomplexes. Die höchsten Windgeschwindigkeiten wurden in seiner Zugbahn erreicht.

Die maximalen Böen zwischen 14 und 12 Uhr     Bild: Die maximalen Böen zwischen 14 und 12 Uhr, Quelle: UBIMET

Große Regenmengen

In vielen Regionen gab es große Regenmengen. Im Kärntner Dellach im Drautal schüttete es bereits 69 Liter pro Quadratmeter und im Tiroler Neustift 64 L/m². Aber auch im Osten kam stellenweise viel Regen zusammen, in Gumpoldskirchen in der niederösterreichischen Thermenregionen waren es 43 L/m², in Brunn am Gebirge 34 L/m² und in Wien Mariabrunn 29 Liter pro Quadratmeter.