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Nach Frostnacht droht gefrierender Regen. Bild: Shutterstock/ArtBitz

11.01.2017

Auf Frost folgen Regen, Schnee und Glatteisgefahr

Nach einer der kältesten Nächte dieses Winters mit Tiefstwerten unter minus 20 Grad erreicht Mittwochabend das Frontensystem eines Tiefs über Skandinavien den Alpenraum. Aufgrund der deutlich milderen Luftmassen geht der Schneefall zunehmend in Regen über, der auf den gefrorenen Böden zu Glatteis führen kann. Noch dazu verstärkt sich der Wind und frischt stellenweise stürmisch auf.

Extremer Frost im Norden und Osten

Die östlich von Salzburg bislang kälteste Nacht des Winters brachte hier verbreitet Tiefstwerte unter minus 10 Grad. Am kältesten war es dabei in Niederösterreich: In Klausen-Leopoldsdorf im Wiener Wald wurden minus 22,4 Grad gemessen, gefolgt von minus 21,5 Grad in Zwettl. In St. Pölten stand man bei minus 16,5 Grad auf und selbst in der Wiener Innenstadt verfehlte der Tiefstwert von minus 9,9 Grad nur knapp den zweistelligen Bereich.

Glatteisgefahr!

Mit der großen Kälte ist es nun aber vorbei. In der Nacht auf Donnerstag zieht eine Warmfront durch und bringt mit teils kräftig auffrischendem Westwind Schneefall, Regen und mildere Luft. Die Schneefallgrenze steigt somit allmählich auf 500 bis 800 m, inneralpin, etwa in den Tälern Salzburgs und der Steiermark bleibt es aber meist bei Schneefall. Im Osten schneit es zunächst ebenfalls bis in tiefe Lagen, hier geht der Schneefall bis zum Morgen in Regen über. Stellenweise besteht auf den unterkühlten Böden dadurch die Gefahr von gefrierendem Regen, die Straßen und Gehwege können dadurch teils spiegelglatt sein!

Kaltfront und Mittelmeertief

Nach einer Wetterberuhigung und Tauwetter mit 0 bis plus 7 Grad am Donnerstag erreicht schon in der Nacht auf Freitag eine massive Kaltfront die Alpen. Diese zieht bis Freitagmittag über Österreich hinweg und gleichzeitig bildet sich ein Adriatief. Somit zeichnet sich für Osttirol, Kärnten und die südwestlichen Teile der Steiermark der erste nennenswerte Schneefall dieses Winters ab. Speziell in Lagen oberhalb von 500 bis 700 Meter kommen hier verbreitet einige Zentimeter Neuschnee dazu.

Am Wochenende geht es aus heutiger Sicht winterlich weiter. Entlang der Alpennordseite von Vorarlberg bis ins südliche Niederösterreich sowie in der nördlichen Obersteiermark muss man mit Neuschnee rechnen. Sonst ziehen ein paar Schauer durch, meist trocken und recht sonnig bleibt es hingegen im Süden.