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Wetterlagen im Vergleich Bild: UBIMET GmbH, ECMWF

30.12.2016

Modellgeflüster

Es gibt erste Anzeichen dafür, dass sich der Januar auf die kalte Seite schlagen könnte. Die Langfristprognosen internationaler Klimarechenzentren haben bereits umgeschwenkt, eine Nordostströmung mit russischer Kälte scheint nun wahrscheinlicher als mildes Westwetter.

Wenn man in die Karten der globalen Wettermodelle blickt, schlägt das Herz eines jeden Winterfans höher. Erkennt man doch in der ersten Woche des Januar eine Umstellung der Großwetterlage auf eine Nordströmung.

Dabei fällt schubweise insbesondere in den Nordalpen sowie im deutschen Mittelgebirgsraum Schnee und erste Flocken schaffen es auch wieder bis in die Niederungen. So richtig kalte Luft könnte Mitteleuropa ab dem zweiten Wochenende im Januar abbekommen. Dann würde es auch tagsüber verbreitet frostig bleiben, wenn nämlich russische Kontinentalluft aus Nordosten unsere Heimat erreicht.

Dem akuten Schneemangel in den Westalpen wäre dann endlich ein Ende gesetzt und viele Liftbetreiber und Hoteliers könnten aufatmen, denn dann fiele das Minus der Winterbilanz 2016/17 vielleicht nicht ganz so drastisch aus, wie zuletzt schon zu befürchten war. Derzeit heben sich die Pisten vieler Skigebiete in den Alpen nämlich in der Form von weißen Bändern vom sonst durchwegs grünen Umfeld ab. Ohne Kunstschnee wäre an Skifahren selbst in mittleren Höhenlagen gar nicht zu denken. Im österreichischen Kärnten und Osttirol fiel etwa den ganzen Dezember lang kaum Niederschlag, nur am 28. hat es in Unterkärnten ein wenig geschneit.

Bildschirmfoto vom 2016-12-30 10:11:42.png Bild: UBIMET GmbH, ECMWF

 

Warum könnte sich die Großwetterlage umstellen?

Das kräftige Hoch, das sich zuletzt wiederholt über Zentraleuropa manifestiert hat, scheint sich Anfang Jänner ganz nach dem Motto "Neues Jahr, neues Wetter!" über Großbritannien einzunisten. Da sich Hochdruckgebiete im Urzeigersinn drehen, wäre an seiner Ostflanke die Bahn für arktische Kaltluft aus dem hohen Norden frei. Sind wir mal gespannt, ob sich diese Prognose letztendlich als Wahrheit entpuppt oder nicht.