Nassschneefall

Autofahrer müssen sich teils auf frühwinterliche Bedingungen einstellen. Bild: pexels.com/Chris Peeters

05.11.2017

Kräftiges Lebenszeichen vom Winter

Ein Italientief und kalte Luft aus dem Norden sorgen in weiten Teilen Westösterreichs in der Nacht auf Montag teils für frühwinterliche Verhältnisse. Auch in Osttirol und Oberkärnten wird Montagfrüh der Schnee stellenweise ein Thema.

Des einen Freud, des anderen Leid. Während für viele Sonnenliebhaber der goldene Herbst noch zumindest bis zum ersten Adventwochenende andauern könnte, freuen sich besonders die Hoteliers und Liftbetreiber auf das erste kräftige Lebenszeichen vom Winter.

Zunächst Regen, später Schnee

Am Sonntag setzte mit Übergreifen des Italientiefs zunächst in Vorarlberg sowie in Osttirol Regen ein. Die Schneefallgrenze lag anfangs meist noch etwas über 2000 Meter, wurde dann aber mit den aufkommenden kräftigen Niederschlägen und der aus Nordwest einsickernden kälteren Luft deutlich nach unten gedrückt. In der Nacht auf Montag sinkt die Schneefallgrenze weiter auf bis zu 600 m von Vorarlberg bis in die westliche Obersteiermark.

 

Niederschlagsabkühlung

Doch nicht nur in Westösterreich, auch in Osttirol und Oberkärnten könnte Nassschnee am Montagmorgen für Verkehrsbehinderungen sorgen. Hier kommt der Effekt der Niederschlagsabkühlung dazu. Intensiver Niederschlag kann die Luft - sofern es mehr oder weniger windstill ist - immer mehr abkühlen. Besonders in den engen Tälern sinkt dann die Schneefallgrenze rasch bis in den Talboden ab.

Halber Meter Neuschnee auf den Bergen

Viel Neuschnee gibt es jedenfalls auf den Bergen. Entlang des Tiroler Alpenhauptkamms bis zu den Karnischen Alpen sowie im Bereich der Hohen Tauern kommen verbreitet 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee zusammen. In den höchsten Lagen, etwa im Bereich der Gletscher mitunter sogar noch mehr. Am Montag selbst geht es häufig trüb und nass weiter, der Regen- und Schneefallschwerpunkt verlagert sich dabei in den Südosten. Im Westen werden hingegen die trockenen Phasen häufiger. Schnee fällt tagsübervon West nach Ost meist oberhalb von 800 bis 1.500 m