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Die Kasachische Steppe ist eine durch das Kontinentalklima massiv beeinflusste Region. Bild: LokoMotiv, Shutterstock.

26.12.2016

Kontinentales Klima - Klimazone der großen Temperaturgegensätze

Mit Ausnahme der Antarktis ist auf jedem Kontinent in gewissen Regionen das sogenannte kontinentale Klima beheimatet. Doch wodurch zeichnet sich dieses Klima eigentlich aus, wo herrscht es vor und was ist hierfür der Grund?

Definition und Eigenschaften

Unter dem kontinentalen Klima versteht man jene klimatischen Bedingungen, die im Inneren großer Landmassen vorherrschen. Charakteristisch für diese Klimazone sind teils enorme tages- und jahreszeitliche Temperaturunterschiede sowie geringe Jahresniederschlagssummen, wobei meist ein Großteils des Niederschlags während der Sommermonate fällt.

Ursache

Verantwortlich für die großen Temperaturschwankungen ist in erster Linie die große Distanz zum Meer. Wegen der hohen spezifischen Wärmekapazität von Wasser stellen die Weltmeere einen enormen Wärmespeicher dar und haben somit eine ausgleichende Wirkung auf das Klima. In Regionen des kontinentalen Klimas ist der Einfluss des Meeres dagegen gering. Somit heizen sich hier die bodennahen Luftmassen bei intensiver Sonneneinstrahlung rasch auf und kühlen bei fehlendem Sonnenschein wieder schnell ab. Die Folge sind sehr heiße Sommer (bis zu +40 Grad) und extrem kalte Winter (teils unter -40 Grad).

Wo ist das Kontinentalklima vorherrschend?

Wie bereits oben angeführt, ist das kontinentale Klima eigentlich auf jedem Kontinent der Erde anzutreffen. Die größten Regionen mit dieser Klimazone befinden sich in Zentralasien (Kasachstan, China, Mongolei), in den USA (Arizona) sowie an der Ostflanke der Anden (Argentinien).