Satellitenbild von Hurrikan IRMA.

Satellitenbild von Hurrikan IRMA. Bild: NASA

11.09.2017

IRMA trifft mit voller Wucht auf Florida

Hurrikan IRMA wütet derzeit im Norden Floridas, mittlerweile wurde der Wirbelsturm auf Kategorie 1 zurückgestuft. Neben sintflutartigem Regen und Windspitzen um die 200 km/h hat IRMA eine massive Sturmflut im Gepäck. IRMAs weiterer Weg führt heute über den Sunshine State nordwärts in Richtung Georgia und Alabama.

Dieser Artikel beschreibt die Situation am Montag, 11.09.2017.

Aktuelle Lage

Aktuell (Montagvormittag MESZ) befindet sich der Kern von Hurrikan IRMA in der Mitte Floridas zwischen Tampa und Orlando, Landgang war in der vergangenen Nacht zwischen Marco Island und Naples. Da dem Hurrikan nun der Antrieb des warmen Meerwassers fehlt und er in eine Zone mit stärkeren Höhenwinden zieht, schwächt sich IRMA nun doch einigermaßen schnell ab. So wird der Hurrikan derzeit als Kategorie-1-Sturm (auf der 5-teiligen Skala) geführt. Der Hurrikan verlagert sich heute tagsüber mit rund 20-25 km/h weiter nordwärts und bringt somit auch dem Norden Floridas und Georgia dann immer mehr Regen, teilweise werden bis zu 500 Liter pro Quadratmeter erwartet. Im weiteren Verlauf zieht IRMA nach Nordwesten Richtung Alabama, dann handelt es sich aber nur noch um ein Tropisches Tiefdruckgebiet.

Hier seht ihr ein aktuelles Satellitenbild mit der prognostizierten Zugbahn von IRMA:

IRMA und JOSE am 11.09.2017 um 10 Uhr MESZ Bild: NOAA, UBIMET

Sturmflut

Besonders von der Sturmflut betroffen ist die Westküste Floridas. Hier sorgt die Sturmflut dafür, dass der Meeresspiegel um bis zu 3,5 m über dem Normalzustand liegt. Dementsprechend sind viele Regionen überschwemmt, Millionen Haushalte sind ohne Strom. Doch auch an der Ostküste Floridas, wo beispielsweise die Millionenmetropole Miami liegt, peitschte der Atlantik vergangener Nacht mit einer Sturmflut von 1,5 m an die Küste.

Auf IRMA folgt JOSE

Eine gewisse Entwarnung kann man bei Hurrikan JOSE geben. Dieser dreht derzeit als Kategorie-3-Sturm über dem offenen Atlantik seine Runden, weit entfernt von bewohntem Gebiet. An dieser Situation dürfte sich den neuesten Prognosen zufolge auch nicht viel ändern, am ehesten werden die Bahamas am kommenden Wochenende von JOSE gestreift. Auswirkungen wie bei IRMA sind aus heutiger Sicht aber eher unwahrscheinlich.

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