Gefrorene Blüten

Gefrorene Blüten Bild: Juta, Shutterstock

31.03.2017

Gartentipp: Frost im Frühling

Strahlend blauer Himmel, die Vögel zwitschern und die Sonne wärmt sowohl das Land als auch die Stimmung auf - es ist Frühling. Doch noch immer sind Frost und Schnee möglich, wenn auch selten. Wir zeigen, worauf bei Pflanzen geachtet werden sollte.

An diesem Wochenende gibt der Frühling richtig Gas. An jedem Tag wird irgendwo in Österreich die 20-Grad-Marke überschritten, in den Nächten kann sich die Luft mangels Wolken jedoch nach wie vor deutlich abkühlen. Dann droht weiterhin Frost, welcher bei der jetzt auflebenden Vegetation Schäden verursachen kann.

Nachteile für Pflanzen

Bis hinein in den Mai muss man in unseren Breiten mit Nachtfrösten rechnen, entsprechend ist jeder Hobbygärtner gut beraten den Wetterbericht im Auge zu behalten und empfindliche Pflanzen vorübergehend zu schützen oder wieder ins Warme zu holen. Nicht so einfach ist das in der Landwirtschaft. Die Triebe der Weinreben beispielsweise sind so früh im Jahr empfindlich und können bei Frost absterben, hier kann man dann nur auf mögliche Nachtriebe hoffen. Bei Obstbäumen wie den Apfel- oder Marillenbäumen sind vor allem geöffnete Blüten anfällig. Auch hier macht sich bis zu einem gewissen Grad die Klimaerwärmung und der tendenziell immer frühere Blühbeginn bemerkbar. Dieses Jahr hat die Blüte der Marillen in der Wachau etwa 10 bis 14 Tage früher als üblich begonnen, bedingt durch die bisherigen milden Temperaturen. Die Wahrscheinlichkeit für Fröste früher im März ist natürlich höher als Ende April oder im Mai.

Um die Bäume vor Frost zu schützen, können die Blüten durch gezieltes Besprühen mit Wasser geschützt werden. Friert das Wasser, gibt es Wärme an die Blüten ab und hält diese konstant bei 0°C, womit massive Frostschäden verhindert werden. Man spricht von der so genannten Frostschutzberegnung.

Vorteile für Pflanzen

Zugegeben, viele Vorteile haben späte Fröste für die Vegetation nicht. Es ist jedoch generell für das Pflanzenwachstum gut, wenn Schwankungen, etwa der Temperatur, nicht zu abrupt erfolgen. Bei einer schrittweisen Erwärmung und gelegentlichen leichten Nachtfrösten erfolgt auch das Wachstum frischer Blätter und Blüten schrittweise und nicht zu schnell, die Anpassung ist so besser gegeben. Zudem haben auch Schädlinge mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu kämpfen, so können bspw. Schneckeneier erfrieren.