Frost auf Blättern

Pankratius läutet die Eisheiligen ein. Bild: vieleineinerhuelle, pixabay

12.05.2017

Eisheiliger: Pankratius

Pankratius ist im südlichen Deutschland und im Alpenraum der erste der sogennante Eisheiligen am 12. Mai und er zählt laut Bauernregel neben der kalten Sophie zu den drei "gestrengen Herrn", die mit Frost einher gehen sollen. Doch ist dieser Herr wirklich so gestreng und wer war er überhaupt?

Geschichtliches

Der Name Pankratius kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Der alles Beherrschende". Er lebte von rund 290 bis etwa 304 n. Chr. und war ein christlicher Märtyrer. Schon als Jugendlicher wurde er wegen seines Glaubens unter der Herrschaft des Diokletian oder der des Kaisers Valerian hingerichtet. Seine Verehrung war europaweit verbreitet. Der Hl. Pankratius wird oft in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung, mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme dargestellt. Nach ihm werden – oft in der Kurzform Pankraz – Orte benannt. Dazu gehören beispielsweise St. Pankraz in Oberösterreich und in Salzburg.

Wetterbezug

Pankratius gehört zu den Eisheiligen, entsprechend sind ihm auch ein paar Bauernregeln zugeordnet:

"Wenn's an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert."
"Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt vor Frost und Reif."
"Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn."
"Pankratz und Urban ohne Regen versprechen reichen Erntesegen.

Neben dem Bezug zur Ernte steht Pankratius klarerweise vor allem für Frostgefahr. Durchforstet man man aber alte Aufzeichnungen und analysiert die Wetterstatistik, lässt sich feststellen, dass Frost im Mai eher selten auftritt und genau zu Pankratius nochmal um einiges unwahrscheinlicher ist.