Frühling oder Winter

In seinen Extremen schwankt der März zwischen bitterer Kälte und ersten Sommertagen. Bild: belkos, Shutterstock

04.03.2016

März: Blick auf die Extreme

Der März als Übergangsmonat bietet eine besonders große Schwankungsbreite von Jahr zu Jahr. Auch die möglichen Extreme liegen weit auseinander. In manchen Jahren gab es bereits Sommertage, zu anderen Zeiten aber auch Eistage und mächtige Schneedecken.

Extreme Kälte und viel Schnee

Die kältesten Märzmonate seit 1761 gab es 1785 und 1845 mit einer Mitteltemperatur von -3,7 Grad, das Mittel der Jahre 1961-1990 zum Vergleich liegt bei +3,5 Grad. In der jüngeren Vergangenheit zeigte sich vor allem der März 2013 als noch sehr winterlich (+0,2 Grad Mitteltemperatur). Zugleich wird in diesem März auch die Bandbreite von Temperaturextremen innerhalb nur einer Woche deutlich. So wurden am 6. März 2013 in Düsseldorf 20,2 Grad gemessen und nur sieben Tage später fiel die Quecksilbersäule mit -11,9 Grad in den strengen Frostbereich. Berlin lag ab dem 10. des Monats erstmalig seit 1892 wieder für lange Zeit im März unter einer Schneedecke.

Nach Einfließen kontinentaler Kaltluft sind über Schneedecken auch Tiefstwerte unter -20 Grad möglich, wie z.B. am 01.03.2005 am Münchener Flughafen mit -24,5 Grad oder in Göttingen am 03.03.1963 mit -20,2 Grad.

Sommerliche Wärme und erste Brände

Schlägt das Wetterpendel in die entgegengesetzte Richtung aus, sind in manchen Regionen (vor allem entlang des Rheins und im östlichen Tiefland) sogar schon Sommertage, sprich Temperaturen von mindestens 25 Grad, möglich. Der wärmste März seit 1761 war der März 1989 mit einer Monatsmitteltemperatur von 7,0 Grad. Um nur 0,1 Grad weniger mild fiel der März 2014 aus. Anhaltende Trockenheit sorgte für Sichtbehinderungen durch Staub in Ostdeutschland sowie für Moor- und Heidebrände in Niedersachsen.