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07.12.2017

Der Winter zeigt seine Krallen

Der Winter zeigt am kommenden langen Wochenende mit tiefen Temperaturen wieder seine Krallen. Verantwortlich dafür sind Orkantief "Walter" sowie ein Adriatief.

Temperaturrückgang im Gebirge um 15 bis 20 Grad

Die Kaltfront des Orkantiefs „Walter“ überquert bis zum Freitagabend mit Schneeschauern die Alpen. Gleichzeitig bildet sich ein Adriatief, wodurch auch von Osttirol bis ins Süd- und Mittelburgenland mit ein paar Zentimeter Neuschnee gerechnet werden kann. Insgesamt halten sich die Schneemengen mit kaum mehr als 5 bis 20 Zentimetern aber selbst in den Alpen in Grenzen. Markant ist der massive Temperaturrückgang auf den Bergen: Samstagfrüh ist es um 15 bis 20 Grad kälter als zur selben Zeit am Freitag.

Gefühlte Temperatur von -35 Grad am Samstag

In 2.000 m werden am Samstag nur noch eisige -13 Grad erreicht, in 3.000 m gar nur noch rund -20 Grad. Alle Skifahrer sollten daher unbedingt auf einen ausreichenden Kälteschutz achten. Minus 20 Grad fühlen sich bei Windspitzen von 50 km/h wie -35 Grad an. In den Niederungen kommen die Temperaturen nach 0 bis 10 Grad am Freitag, am Samstag kaum noch über -5 bis +4 Grad hinaus. Dazu verschärft eisiger Westwind die Kälte zusätzlich. 

Sonntag allmählich starker Südföhn, einsetzender Schneefall am Abend

Der Sonntag beginnt verbreitet frostig, in manchen Tälern liegen die Tiefstwerte nur bei -15 Grad. Dazu scheint in vielen Regionen die Sonne und der Wind ist vorübergehend kein Thema. An der Vorderseite eines Sturmtiefs, das am Abend die westfranzösische Bretagne erreicht, setzt auf den Bergen allerdings starker, föhniger Südwind ein. Am Nachmittag greift dieser mit stürmischen Böen bis in manche Täler durch, etwa im Brandnertal, im Wipp- und Inntal sowie in den Salzburger Tauerntälern. Im östlichen Flachland setzt lebhafter, eisiger Südostwind ein. Gleichzeitig werden die Wolken von Westen her dichter, zum Abend hin setzt in Vorarlberg und im Westen Tirols Schneefall ein. Meist -5 bis +4 Grad.