Starker Tornado

Tornados können beträchtliche Schäden verursachen. Bild: Shutterstock/Minerva Studio

10.03.2017

Bayern: Tornado deckt Dächer ab

Ein Tornado hat am späten Donnerstagnachmittag Würzburg nur knapp verfehlt und in Kürnach mehrere Dächer abgedeckt. Verletzt wurde niemand, es entstand aber beträchtlicher Sachschaden.

Im unterfränkischen Kürnach beschäftigte am späten Donnerstagnachmittag ein Tornado die Einsatzkräfte. Kurz vor 17 Uhr gingen die ersten Notrufe betreffend einer Tornadosichtung ein. Dutzende Dächer wurden teilweise schwer in Mitleidenschaft gezogen, eine Gartenhütte komplett aus der Verankerung gerissen und durch die Luft gewirbelt.


Superzelle als Vorstufe zum Tornado

Damit sich im Zuge eines Gewitters überhaupt ein Tornado bilden kann, muss sich ein Gewitter zur Superzelle formieren. In diesem speziellen Fall handelte es sich um eine sogenannte "Low-topped Superzelle". Im Gegensatz zur klassischen Superzelle weist diese, wie es der Name bereits verrät, nur eine geringe vertikale Ausdehnung auf. Low-topped Superzellen treten hauptsächlich in kalten Luftmassen auf. 


Zutaten für Tornadoentstehung

Damit sich ein Tornado ausbilden kann braucht es eine Zunahme der Windgeschwindigkeit sowie eine Änderung der Windrichtung mit der Höhe. Erst dann kommt durch das Windfeld Rotation ins Gewitter, womit sich der Aufwindbereich der Gewitterwolke zu drehen beginnt und die Gewitter sehr langlebig werden können. Und genau unter diesem rotierenden Aufwind kann sich ein Tornado bilden, falls die Luft nicht zu trocken ist. In feuchter Luft liegt die Wolkenbasis tiefer und der Tornado verliert somit nicht so schnell den Bodenkontakt.