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28.11.2017

Bali: Vulkanausbruch droht

Der Vulkan Mount Agung auf der Insel Bali bricht seit mehreren Tag aus, es gilt die höchste Warnstufe, da ein noch schlimmerer Ausbruch droht. Tausende sind auf der Flucht.

Vulkanausbruch

Bereits seit September steigt in der Region um den Vulkan die Anzahl kleiner Erdbeben an. Die Erdbeben entstehen weil sich Magma unter dem Vulkan in Bewegung setzte. Nach jahrelanger Ruhe erzeugt der Vulkan, der in der Landessprache "Gunung Agung" (hoher Berg) heißt, beinahe 1.000 Erschütterungen täglich. Die Behörden riefen deswegen schon am 22. September die höchste Warnstufe für die unmittelbar betroffene Region aus und brachten Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Dörfer in sichere Notunterkünfte. Mittlerweile gibt es bereits eine mehrere Kilometer hohe Rauchsäule, es wird jedoch ein noch schlimmerer Ausbruch befürchtet.

Höchste Warnstufe - Tausende auf der Flucht

Die indonesischen Behörden verhängten bereits die höchste Warnstufe, etwa 100.000 Menschen sind auf der Flucht. Die Sperrzone wurde heute von drei auf sieben Kilometer erweitert.
Die Indonesier haben die Katastrophe als der Vulkan das letzte Mal ausbrach, noch nicht vergessen. Der Ausbruch erfolgte im Februar 1963 doch erst im Jahr 1964 kam der „hohe Berg“ wieder zur Ruhe. Über 1.000 Menschen starben damals und die Asche zerstörte Dörfer sowie wichtiges Ackerland.

Massive Behinderungen im Flugverkehr

Der internationale Flughafen auf der Insel Bali bleibt vorerst geschlossen, über 200 internationale Flüge in alle Welt wurden gecancelt. Tausende Urlauberinnen und Urlauber aus Europa sitzen derzeit auf der Insel fest. Wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit noch ungewiss.