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Die ersten Frühlingsboten sind zwar schon zu sehen, so richtig durchstarten will der Frühling aber noch nicht. Bild: Shutterstock/Amy Johansson

11.03.2017

Auf Frühlingssuche in Europa

Nach den letzten unbeständigen, nasskalten Tagen macht sich nun Hochdruckeinfluss bemerkbar, allerdings sickert in einer nördlichen Höhenströmung recht kalte Luft ein. Der Frühling ist somit in Mitteleuropa aktuell noch eher verhalten. Aber wo in Europa ist dann die Suche nach dem 'richtigen' Frühling in den kommenden Tagen von Erfolg gekrönt?

Naturgemäß kommt der Frühling in den südlichen Gefilden am frühesten in die Gänge, so zum Beispiel in den Mittelmeerländern. Speziell in den Küstenregionen bleiben die Temperaturen aufgrund der in der Jahreszeit noch recht kühlen Seebrise aber oft gedämpft. Im Gegensatz zum Sommer verlaufen die Frühjahrsmonate zudem auch im Mittelmeerraum manchmal noch ziemlich unbeständig. In den kommenden Tagen trifft das besonders auf den östlichen Mittelmeerraum zu: Im Bereich eines Troges über Osteuropa mit vielen kleinen Tiefdruckgebieten stellt sich wechselhaftes Wetter mit Schauern und Gewittern ein. Ein weiteres Tief sorgt aber auch auf der Iberischen Halbinsel nach ein paar sommerlichen Tagen wieder für Abkühlung und reichlich Regen.

Zunehmend mild in Italien und Frankreich

Auf die Sonnenseite fällt kommende Woche hingegen der zentrale Mittelmeerraum sowie teils auch das westliche Mitteleuropa: Ein Ausläufer des Azorenhochs macht sich vor allem in Italien und Südfrankreich sowie teilweise auch in Belgien und Westdeutschland bemerkbar. Zudem lassen hier Höchstwerte von 15 bis 20 Grad und laue Nächte durchaus Frühlingsgefühle aufkommen.

Wie geht es bei uns weiter?

Die nördliche Höhenströmung sorgt in den nächsten Tagen vorerst noch für kühle Nächte und auch tagsüber vor allem im Nordosten Österreichs und Osten Deutschlands für Temperaturen höchstens im Bereich der 10-Grad-Marke. Etwas milder wird es bereits in den Tallagen der Alpensüdseite sowie teils auch im westlichen Bergland und in Westdeutschland. In der zweiten Wochenhälfte streift subtropische Luft den mitteleuropäischen Raum, damit wird es verbreitet allmählich milder und zum Wochenende hin rückt aus heutiger Sicht örtlich auch die 20-Grad-Marke wieder in greifbare Nähe.