Frühling in den Bergen.

Bunter Frühling in den Bergen. Bild: M. Beisenherz, UBIMET

20.03.2017

Astronomischer Frühlingsbeginn

Der astronomische Frühlingsbeginn ist von der ersten Tag-und-Nacht-Gleiche, sprich wenn der Tag und die Nacht jeweils 12 Stunden lang sind, im Jahr abhängig. Er ist daher kein fixer Tag im Kalender, das Datum variiert zwischen 19. und 21. März. In diesem Jahr startete der Frühling am 20. März um 11:28 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Was hat die Tag-und-Nacht-Gleiche damit zu tun?

Der astronomische Frühling beginnt am Montag um 11:28 Uhr am Vormittag. Dieser Zeitpunkt wird als Tag-und-Nacht-Gleiche (lat. Äquinoktium) bezeichnet. Das Faszinierende dabei ist, dass zu diesem Zeitpunkt Tag und Nacht überall auf der Erde nahezug gleich lange sind. Dass für den Frühlingsbeginn ein fixer Zeitpunkt angegeben wird, liegt daran, dass exakt in diesem Moment die Sonne am Äquator im Zenit steht. Ihre Sonnenstrahlen treffen dort also im 90-Grad-Winkel auf die Erdoberfläche.

Frühlingsalternativen

Neben der astronomischen Frühlingsdefinition gibt es auch noch zwei andere Möglichkeiten den Start zu definieren. Der meteorologische Frühlingsbeginn ist jedes Jahr am 1. März. Dies wurde vor allem aus statistischen Gründen gemacht, da sich eine Jahreszeit mit fixem Start- und Endzeitpunkt besser vergleichen lässt. Der astronomische Frühlingsbeginn ist hingegen an 3 verschiedenen Tagen möglich, dies würde eine statistische Auswertung deutlich erschweren.

Die zweite Alternative ist, den Frühlingsbeginn mit Hilfe des Wachstums von Pflanzen festzulegen. Dabei startet der Vorfrühling mit dem Blühbeginn der Schneeglöckchen. Der Vollfrühling beginnt hingegen erst mit Blühbeginn der Apfelbäume. Mit dieser Definition ist der Frühlingsbeginn natürlich sehr von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. So variiert der Zeitpunkt großräumig sowohl mit der geographischen Breite als auch mit der Höhenlage. Aber auch das Mikroklima kann einen großen Einfluss darauf haben, denn im geschützten Stadtklima blühen Pflanzen oft deutlich früher als auf freien Flächen. Beobachtet man den Blühstart der einzelnen Pflanzen über viele Jahrzehnte, kann man daraus auch weitere Hinweise auf ein sich veränderndes Klima gewinnen.